Anstatt auf eigene Faust agieren drei Salzburger Tennisvereine ab sofort zu dritt. Das Ziel: eine Anlaufstation für die besten Talente des Landes zu werden und den Sport nachhaltig zu stärken. Das Bundesliga-Team wurde prominent verstärkt.
Einer für alle und alle für einen - dieses Motto machte der französische Schriftsteller Alexandre Dumas mit seinem Roman „Die drei Musketiere“ weltbekannt. Einen ähnlichen Schulterschluss, wenn auch nicht in gleichem Maße bestsellerverdächtig, gibt es ab sofort im Salzburger Tennissport. Ein neues Kapitel wird damit aber definitiv aufgeschlagen. Denn der 1. Salzburger Tennisclub (STC), Radstadt und Eugendorf machen gemeinsame Sache unter neuem Namen: „Team Salzburg“.
Fokus auf einheimische Spieler
Um einen Etikettenschwindel soll es sich dabei nicht handeln. Ziel sei es, die erste Anlaufstelle für Talente aus dem Bundesland zu werden. Für die besten Spieler unter 21 Jahren werden zehn Prozent der Sponsorengelder verwendet.
Der STC wird dabei das Bundesliga-Team stellen, Radstadt spielt nur mehr Landesliga, wo Eugendorf mit Nico Reissig als Aushängeschild den Aufstieg in Liga zwei anpeilt. „Drei Teams (auch Anif spielt im Oberhaus, Anm.) wären nicht sinnvoll gewesen“, erklärte Gerald Kamitz, Mannschaftsführer der Pongauer. Anstatt wie die Konkurrenz noch stärker auf Legionäre zu setzen, legt man den Fokus vor allem auf heimische Spieler. Lukas Neumayer, der am Donnerstag ins Achtelfinale beim Future-Turnier in Antalya (Tur) eingezogen ist, geht als Nummer eins des Teams in die kommende Saison.
Nadal-Bezwinger an Bord
Gabriel Schmidt kehrt nach mehreren Jahren bei Mauthausen zurück nach Salzburg. Auch der Tscheche Lukas Rosol, der in Wimbledon 2012 einst Rafael Nadal schlug, schlägt wieder bei den Volksgärtnern auf. Dort hatte er bereits 15 Jahre verbracht.
Was noch fehlt, ist ein gemeinsames Logo. Dumas hätte als Buchcover wohl drei überkreuzende Tennisschläger gewählt.
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