Die Kremser ÖVP steigt bei der Öffi-Anbindung des Stadtteils Egelsee nun voll auf das Gaspedal. Eine erste Online-Petition hatte Erfolg - jetzt ist die Stadt am Zug.
Der Kremser Stadtteil Egelsee zählt zu den schönsten, aber auch zu den öffentlich mit am schwersten zu erreichenden Stadtteilen von Krems. Für die Bürger stehen derzeit ausschließlich VOR-Linien mit vergleichsweise schlechter Taktung zur Verfügung. In den nahenden Schulferien werden die Verbindungen zudem noch eingeschränkt.
Zahlreiche Unterstützer
„Am Samstag gibt es gar keine öffentliche Anbindung von und nach Krems“, ärgert sich ÖVP-Stadträtin Bernadette Laister, die selbst in Egelsee wohnt. Ihr Stadtteil werde ihrer Ansicht nach schon zu lange vertröstet, was den Ausbau des öffentlichen Verkehrs betrifft. Um den Wunsch der Anrainer nach umwelt- und klimafreundlichen Mobilitätslösungen transparent zu machen und in Umsetzung zu bringen, hat die ÖVP eine mittlerweile beendete Online-Petition mit 200 Unterstützern ins Leben gerufen und will den Sommer über Unterschriften vor Ort sammeln.
„Nun liegt es in der Verantwortung der Stadt, die öffentliche Erreichbarkeit verbessern“, heißt es aus der Ortsgruppe. Gefordert wird eine bessere Linien-Taktung, kombiniert mit nachfragebasierten Lösungen wie Sammeltaxis. „Um das Stiefkind-Dasein des Stadtteils punkto öffentlichen Verkehr zu beenden, benötigt es bedarfsgerechte Lösungen anstelle von Verständnisbekundungen, die die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes keinen Meter weiterbringen“, betont Gemeinderat Andreas Ettenauer. Fest steht, dass der ohnehin schon große Bedarf am Öffi-Ausbau im Stadtteil weiter steigen wird. Ein neues Bauprojekt mit mehr als 30 Wohneinheiten ist derzeit nämlich bereits in Planung.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.