Ein sizilianischer Pizzabäcker soll die Mutter seines ungeborenen Kindes bedroht und bedrängt haben. Er wurde in Graz zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt. „Ein Paar waren wir nie“, betonte das 30-jährige Opfer, das seitdem in Todesangst lebt.
Was der Hintergrund des Streits war, den der Angeklagte mit der Mutter seines ungeborenen Sohnes hatte, würde vermutlich nicht einmal die Mafia herausfinden. Die Frau sagt, sie wisse es wirklich nicht, und er hat auch keine Ahnung mehr. Der Italiener glaubt aber, dass es um den Vaterschaftstest ging.
Fest steht, dass der Pizzabäcker im April mitten in der Nacht plötzlich vor der Wohnung der 30-jährigen Steirerin auftauchte. „Ich habe mich fast zu Tode erschreckt“, schildert sie. Geschupft hätte er sie, angeschrien und mit der Faust neben ihrem Kopf in die Wand geboxt. „Ich bin ein großer Mafioso. Zum Glück bist du schwanger, sonst würde ich dich töten“, soll er gedroht haben.
Ich bin ein großer Mafioso. Zum Glück bist du schwanger, sonst würde ich dich töten
Das soll der Angeklagte zu seinem Opfer gesagt haben
Angeklagte bestreitet die Tat
„Warum hat er das getan?“, fragt Richter Hanspeter Draxler. „Er will alles kontrollieren.“ Seit der Tat leide sie unter Angstzuständen. „Ich kann nicht mehr in meiner Wohnung leben. Ich musste umziehen“, erzählt die Schwangere.
Der Pizzabäcker selbst versteht die Welt nicht. „Ich habe sie mit keinem Finger angefasst. Sie wollte damit sicher nur erreichen, dass ich den DNA-Test zahle.“
Doch der Richter glaubt dem Opfer: acht Monate bedingt; nicht rechtskräftig.
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