2:0-Führung verspielt

Heimfluch! „Viel Luft nach oben“ bei der Austria

Fußball National
03.04.2023 06:44

Die Austria und ein Heimsieg in der Meisterschaft gegen den LASK - gelang zuletzt am 12. August 2017 im damaligen Ausweichquartier Happel-Stadion (2:0), in der Favoritner Generali-Arena war dies zuletzt am 7. Mai 2011 der Fall gewesen (5:0). „Da ist noch viel Luft nach oben“, so Reinhold Ranftl.

Gestern sah es bis zur 90. Minute danach aus, als ob der violette Heimfluch gegen die Linzer enden könnte, eine 2:0-Führung nach 62 Minuten konnte aber nicht ins Ziel gebracht werden, in der letzten Minute der regulären Spielzeit kassierte Violett das 2:2.

Ein aufgrund des Spielverlaufes gerechtes Unentschieden, dennoch gab es natürlich lange Gesichter in der Generali-Arena. Auch bei Trainer Michael Wimmer, der im vierten Heimspiel seiner Ära erstmals nicht über einen Sieg jubeln durfte. Und danach Realist blieb, das 2:2 ganz klar analysierte:

  • „Die ersten 35 Minuten war das null Komma null von uns. Wir sind denkbar schlecht reingekommen, hatten keinen Zugriff auf das Spiel.“
  • „Alles hat sich lange schlecht angefühlt, aber es war dann doch nicht alles schlecht, nach der Pause kamen wir besser rein, darauf kann man aufbauen.“
  • „Natürlich wäre ich nach einem 2:0 gerne als Sieger nach Hause gegangen, aber wenn man ehrlich ist, so geht das Unentschieden in Ordnung, wenn man das ganze Spiel betrachtet.“
  • „Wir sind jetzt in der Meistergruppe angelangt, da wird alles nahtlos aufgedeckt, jeder Fehler bestraft. Wir haben jedenfalls gleich einmal gesehen, woran es zu arbeiten gilt. Vieles kann man trainieren, lässt sich nicht alleine auf individuelle Fehler zurückführen.“

Jetzt Salzburg und Rapid
Ähnlich kritisch und realistisch Reinhold Ranftl. Er freute sich über sein Tor gegen den Ex-Klub („gegen die alten Kollegen zu treffen, ist schön und besonders“), größer war aber der Ärger darüber, dass man das 2:0 nicht ins Ziel brachte: „Fehler wie vor dem 1:2 dürfen nicht passieren - aber die zeigen uns zugleich, dass wir viel Luft nach oben haben.“ Die nächsten Aufgaben haben es jetzt für Violett in sich: zuerst auswärts Salzburgs, dann auswärts Rapid.

Peter Klöbl
Peter Klöbl
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