Es ist beschlossen

Trotz Spaltung eine Heimat fürs Nationalteam

Fußball National
16.12.2022 18:24

Das ÖFB-Präsidium hat ein neues Trainingszentrum in Aspern beschlossen. Das „Leuchtturmprojekt“ wird 70 Millionen Euro kosten und ein Mini-Stadion, vier Plätze und Büros beinhalten. 2025 soll es fertig sein. Trotz der Spaltung wird‘s also eine Heimat für das Nationalteam geben.

Seit Jahren wurde es gefordert, darüber diskutiert, viele Standorte geprüft - jetzt steht es fest: Österreichs Fußball bekommt ein modernes Trainingszentrum! Zu dem Beschluss konnte sich das ÖFB-Präsidium gestern durchringen. Trotz der Spaltung wegen der Inseraten-Affäre um Präsident Gerhard Milletich: „Ich bin überglücklich, dass es uns gelungen ist, dieses Leuchtturmprojekt zu realisieren. Das ist für den ÖFB essentiell, um im internationalen Fußball konkurrenzfähig zu bleiben. Jetzt wurden die Weichen gestellt. Das Zentrum wird dem ÖFB und dem Team eine Heimat bieten.“

ÖFB-Präsident Gerhard Milletich (Bild: Mario Urbantschitsch)
ÖFB-Präsident Gerhard Milletich

Wozu auch Sportminister Werner Kogler gratulierte: „Dieses State-of-the-Art- Trainingszentrum wird auch viel zur Identitätsstiftung, zur Stärkung des Wir-Gefühls beitragen.“

Kompetenzzentrum bis 2025
Um rund 70 Millionen Euro (je ein Drittel finanziert der Bund, die Stadt Wien und der ÖFB als Eigentümer) wird bis Ende 2025 in Wien-Aspern das Kompetenzzentrum entstehen. Mit einem Kleinstadion, vier Trainingsplätzen, einer Geschäftsstelle mit Büros und einem Quartier (keinem Hotel) für die ÖFB-(Nachwuchs)-Auswahlen. Auf eine Halle, das stand schon fest, wird auch aus Kostengründen verzichtet. Dafür plädierte als Kompromiss auch Teamchef Ralf Rangnick, damit das ÖFB-Team das „Vagabunden-Dasein“ bei den Lehrgängen zukünftig beenden kann.

Blick auf Weltkarte
Ein Blick auf die Fußball-Weltkarte zeigt die Notwendigkeit des Projekts: Die Italiener trainieren seit 1958 (!) in „Coverciano“ in Florenz. Natürlich unter modernsten Bedingungen. Die französischen Talente und Superstars werden seit 1988 in Clairefontaine nahe Paris auf WM-Titel getrimmt und in einem umgebauten Schloss beherbergt. Die spanische „Ciudad de Football“ gibts in Madrid seit 2003.

Die Engländer zogen 2013 mit dem St. George’s Park in den Midlands pompös nach. Einem 130 Hektar großen Areal inmitten von Seen und Wäldern, mit zwölf Fußballplätzen, einem olympischen Schwimmbecken, Hydrotherapiebereich und vielem mehr - Kostenpunkt 120 Millionen Euro. Dagegen verblasst auch der DFB-Campus in Frankfurt. Und Marokkos Akademie. Die gibt es seit 2019. Am Samstag spielen die Afrikaner bei der WM um Platz drei.

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