Klima-Proteste und Geldwünsche: Seit einer Woche besetzen Aktivisten österreichische Hörsäle. Graz blieb bislang verschont, noch gibt es keine Pläne. Wir haben uns bei Rektoren umgehört, wie sie die Lage beurteilen: Für den einen ist die Uni der falsche Ort, für den anderen der richtige...
Ganze 26 Semester oder 460 Milliarden Tonnen CO2 liegen zwischen den Hörsaal-Besetzungen 2009 und 2022 - diesmal „brennt“ nicht nur die Uni, sondern die Erde. Es muss sich endlich was ändern, fordern die Klima-Aktivisten in Wien, Salzburg und Innsbruck.



Graz: „Ein Protest nach dem anderen“
Ist man in Graz anderer Meinung, weil es derzeit noch ruhig ist? „Wir können den Protesten auf alle Fälle was abgewinnen“, sagt Emma Posch von der Hochschülerschaft der Uni Graz, „wir wollen aber zuerst das Thema der Budgetlücke lösen.“ Man stehe dennoch in Kontakt mit den anderen Aktivisten.
Es braucht verschiedene Mittel: Gespräche und Demos. Derzeit ist in Graz noch keine Aktion geplant, wir sind aber am Überlegen.
Emma Posch
Uni als falscher Ort?
An den steirischen Unis selbst ist man geteilter Meinung: „Ich verstehe das Anliegen per se“, sagt Hellmut Samonigg, Med-Uni-Rektor. Weil man aber auch an Klima-Lösungen arbeite, auf derselben Seite stehe, „ist es nicht das richtige Mittel.“
Wir gehen davon aus, dass allfällige positive Klima-Aktivitäten keine Bedrohung sind. Wichtig ist dennoch, dass die Uni weiterläuft.
Peter Riedler
Harald Kainz, Rektor der TU Graz, unterstützt das Anliegen: „Die Uni ist ein Ort, wo wir den Diskurs haben wollen.“ Solange nichts kaputt gehe und alles weiterlaufe. „Das würden wir auch sicherstellen“, assistiert Uni-Graz-Rektor Peter Riedler. Auf die Problematik hinzuweisen, hält er für legitim und wichtig. Im Sinne der Sache würden Studenten aber auch kurze Einschränkungen hinnehmen, so die Studentenvertreterin Posch.
Dass auch Schulen auf den Zug aufspringen, glaubt die Bildungsdirektion nicht: „Uns ist kein angekündigter Protest bekannt.“








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