Der Einsatz der Salzburger Polizei in der Nacht auf Allerheiligen wird evaluiert. Das kündigte ein Sprecher des Innenministeriums gegenüber der „Krone“ an.
Wie berichtet, kam es an Halloween in der Innenstadt zu haarsträubenden Szenen. Halbstarke warfen mit Böllern und selbst gebauten Geschossen aus Spraydosen und Krachern um sich. Auch vor den Beamten machte die respektlose Meute keinen Halt. Die Polizisten wurden von den Jugendlichen, überwiegend mit Migrationshintergrund, bedrängt und mit Böllern eingedeckt. Die Kritik von Augenzeugen: Der Einsatz sei verspätet und zu zögerlich erfolgt.
Die angekündigte Evaluierung wird von der Bundespolizeidirektion durchgeführt. Dabei handle es sich aber um reine Routine. Entsprechende Prüfungen fänden nach solchen Einsätzen immer statt.Einen Sicherheitsgipfel, wie in Linz, brauche es in Salzburg nicht, ließ ein Sprecher von Innenminister Karner (ÖVP) wissen. Denn: In Linz hätten die Ausschreitungen eine andere Größenordnung gehabt. Zudem sei in Salzburg nichts strafrechtlich Relevantes passiert.
Allerdings war es nicht das erste Mal, dass sich die Salzburger Polizei mit Jugendlichen außer Rand und Band herumschlagen musste. Besonders schockierend waren die Bilder vom 2. November 2019, als sich die Polizei am Rudolfskai sogar kurzzeitig zurückziehen musste, oder von 2021, als es auch am Hanuschplatz eskalierte.
Salzburgs FPÖ-Chefin Marlene Svazek ortet ein Totalversagen des ÖVP-geführten Sicherheitsapparates und fordert einen härteren Kurs. Sie sagt: „Jetzt gehören die Fakten, ein Plan und Handlungen auf den Tisch!“








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