Sich nicht gegen das Coronavirus zu impfen, ist für NBA-Star Kyrie Irving eine folgenschwere Entscheidung im Ausmaß von über 100 Millionen Dollar (103,7 Millionen Euro) gewesen. Wie der Basketballer der Brooklyn Nets gegenüber Medien zum Start des Trainingscamps erklärte, verhinderte seine Impfverweigerung eine satte Vertragsverlängerung. „Ich habe einen Vertrag für vier Jahre und 100 oder mehr Millionen Dollar aufgegeben, um ungeimpft zu bleiben. Das war meine Entscheidung.“
Irving konnte vergangene Saison in der NBA keine Heimspiele für die Nets spielen, bis die Impfpflicht in New York im März aufgehoben wurde. Auch einige Auswärtsspiele verpasste der 30-Jährige durch seinen Impfstatus. Im Sommer 2021 wäre die Vertragsverlängerung angestanden, aber unter der Bedingung, sich impfen zu lassen. „Es war wie ein Ultimatum. Ich verstehe den Standpunkt des Vereins, aber diese Pille war für mich schwer zu schlucken“, so Irving. „Ich musste mich damit auseinandersetzen, meinen Job für diese Entscheidung zu verlieren.“
Nets-General-Manager Sean Marks stellte ein Ultimatum in Abrede. „Du willst verlässliche und verantwortliche Leute hier. Das betrifft uns alle: Mitarbeiter, Trainer, Spieler“, erklärte Marks. Als klar gewesen sei, dass Irving ohne Impfung in vielen Spielen fehlen würde, seien die Vertragsverhandlungen ins Stocken geraten.
Kyrie Irving
(Bild: Getty Images)
Irving - der zugab, dass sich seine Impfentscheidung negativ auf sein Image ausgewirkt habe - erhält für die kommende Saison 36,5 Millionen Dollar und könnte sich im Anschluss als „free agent“ einen neuen Klub suchen. Der Point Guard absolvierte vergangene Saison 29 Spiele und erzielte im Durchschnitt 27,4 Punkte.
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