Der Tiroler Tourismus befindet sich wieder im Aufwind und verzeichnet in der laufenden Sommersaison sogar mehr Nächtigungen als in der Zeit vor der Pandemie - und das, obwohl weniger Gäste kamen als im Jahr 2019.
Ein Sommer wie damals - in Anlehnung an diesen bekannten Werbespruch wurde das in der Pandemie ein Leitgedanke der Tiroler Tourismusbranche. Jetzt zeigt sich: Die heurige Saison verläuft bisher sogar besser als damals!
Im August 6,5 Millionen Nächtigungen verzeichnet
Nun liegen die Zahlen für den wichtigsten Sommermonat vor. Demnach verbrachten im August 1,5 Millionen Gäste ihren Urlaub im Herz der Alpen. Mehr als die Hälfte davon (56,4 %) reiste aus Deutschland an. Insgesamt 6,5 Millionen Nächtigungen wurden im August in Tirol gebucht, 8 Prozent mehr als im Sommer vor der Pandemie.
Die Urlauber bleiben wieder länger im Land
Nicht nur der August, sondern die gesamte bisherige Sommersaison liegt im Plus. 16,7 Millionen Nächtigungen zwischen Mai und August bedeuten 1,2 Prozent mehr als 2019. Und das, obwohl mit 4,4 Millionen Ankünften weniger Urlauber kamen als 2019. Erklärbar ist diese auf den ersten Blick widersprüchliche Entwicklung dadurch, dass die Gäste wieder länger bleiben. Damit ist ein Ziel der neuen Tiroler Tourismusstrategie erreicht. Denn längere Aufenthalten bedeuten grundsätzlich höhere Wertschöpfung.
Gebucht werden deutlich mehr Ferienwohnungen
Profitiert von der Entwicklung haben vor allem Ferienwohnungen (+25 %), Campingplätze (+18 %) und die gehobene Hotellerie (+2 %). Nicht alle Regionen verzeichnen Zuwächse. Vor allem Innsbruck kämpft noch, weil internationale Gäste fehlen. In der Landeshauptstadt macht das Nächtigungsminus 14,7 Prozent aus.
Der Sommer bringt Erholung für die Branche, der Blick Richtung Winter bereitet den Touristikern in Zeiten der Energiekrise allerdings Sorge. Am Mittwoch wird auf der Tourismusfachmesse Fafga in Innsbruck über die Herausforderungen der Branche diskutiert.








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