Am vergangenen Freitag erschoss ein Grazer am Zentralfriedhof seine Gattin und anschließend sich selbst. Vor dieser dramatischen Verzweiflungstat dürfte der 75-Jährige noch einen Brief verfasst haben, der die „Steirerkrone“ am Montag erreicht hat.
„Hier handelt es sich um eine Verzweiflungstat!“ - mit diesen Worten beginnt ein emotionaler Brief, der am Montag die „Steirerkrone“ erreichte. Der Verfasser ist jener 75-Jährige, der am Freitag am Grazer Zentralfriedhof zuerst seine schwer kranke Ehefrau (71) und dann sich selbst erschossen hatte (wir haben berichtet). Die Polizei ordnet die Tat als „erweiterten Suizid“ ein.
Heimvertrag wurde gekündigt
Das geht auch aus dem vorliegenden Brief hervor: „Nun haben wir beide beschlossen, diesem Treiben ein Ende zu setzen und aus dem Leben zu scheiden“, ist darin zu lesen. Hintergrund dürfte sein, dass der Heimvertrag der Frau seitens eines privaten Grazer Pflegeheims gekündigt worden war - das entsprechende Schreiben liegt dem Brief bei.
Seitens Heimleitung heißt es, die Frau habe psychiatrische Probleme gehabt, darauf sei das Heim nicht ausgerichtet. Und: „Die Kündigung war keine Ad-hoc-Entscheidung, es gab viele Vorgespräche. Wir bedauern den Vorfall sehr.“
Wenn Sie sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder Suizidgedanken haben: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 142 erreichbar.









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