Das gab es noch nie!

Transfer-Wahnsinn: Milliarden-Show auf Rekordkurs

Fußball International
19.07.2022 05:38

Als ob es nie eine Pandemie gegeben hätte: So früh wie nie knackten Englands Klubs Schallmauer bei Transfers. Neue TV-Verträge im Ausland bringen noch mehr Geld. Auch die Politik hilft den Vereinen.

Groß und laut war das Gejammer, als die Premier League wegen der Pandemie Geisterspiele absolvieren musste. Vom Kollaps der Liga war gar die Rede. Die Corona-Pandemie ist noch immer da, im Fußball auf der Insel hat sie aber keine nachhaltigen Spuren hinterlassen. Von der bei vielen erhofften Normalisierung der Transfersummen ist man weiter weg als je zuvor - noch nie in ihrer 30-jährigen Geschichte hat die höchste englische Spielklasse die 1-Milliarde-Marke für Neuzugänge schneller erreicht als heuer. Am 16. Juli sorgte der 38-Millionen-Euro-Transfer von Neapels Kalidou Koulibaly zum FC Chelsea für den Durchbruch der Schallmauer. Jetzt wackelt sogar der 2017 aufgestellte Rekord, als alleine im Sommerfenster Spieler für 1,6 Milliarden Euro gewechselt waren.

Auch Hilfe von Regierung
Bereits in den letzten zwei Jahren landeten knapp zwei Drittel der Top-20-Transfers in der Premier League - die ihre Vormachtstellung weiter ausbauen wird. Ab August steigen die TV-Gelder für die internationalen Rechte um 25 Prozent auf 5,05 Milliarden Pfund bis 2025. Es ist das erste Mal, dass sie mehr Geld einbringen als die nationalen TV-Gelder, die bei 4,7 Milliarden Pfund liegen. Wobei der englische Geldregen auch von der Regierung begünstigt wurde. 2018 hatte die Liga erstmals seit 2004 Einbußen gegenüber dem vorangegangenen Deal hinnehmen müssen. Für den Fall einer Neu-Vergabe hatten Experten für den neuen Vertrag einen weiteren Einnahme-Einbruch bis zu 900 Millionen Pfund vorhergesagt - worauf die Regierung im Vorjahr trotz kartellrechtlicher Bedenken eine Umgehung der Neu-Ausschreibung der Rechte zugunsten einer Vertragsverlängerung mit Sky Sports, BT Sport, Amazon Prime und BBC Sport erlaubte.

Dafür gab es die Zusage der Premier League, mit 100 Millionen knapp 1000 angeschlagene Klubs von der dritten Liga abwärts finanziell zu unterstützen.

 Kronen Zeitung
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