Wo ist der Mörder von Tomislav Jovanovic? Diese Frage beschäftigt die Salzburger Polizei seit dem 25. August 2007. Damals wurde die Leiche von Tomislav Jovanovic in einem Waldstück in Hof bei Salzburg gefunden. Der Salzburger Autohändler wurde mit einem Schuss in den Hinterkopf regelrecht hingerichtet. Alle bisherigen Ermittlungen verliefen ins Leere. Nun rollen die Kriminalisten den Fall neu auf.
Der Leichnam des seit Jahren geschiedenen Mannes wurde in einem Waldstück 20 Meter unterhalb der Wolfgangsee-Bundesstraße bei Hof von einem jungen Pärchen aus Kärnten zufällig gefunden. Der Körper war von Müll umgeben und mit Zweigen bedeckt. Todesursache war ein Schuss in den Hinterkopf.
Bei der Tatwaffe handelte es sich um eine Pistole des Kalibers 7,65. Ab dem 17. August verliert sich die Spur des Bosniers. Seine Nichte hatte daraufhin eine Vermisstenanzeige aufgegeben.
Fahndungsaufruf in Fernsehsendung
Nun rollt die Salzburger Polizei den Fall wieder auf. Am 21. Juli um 20.15 Uhr wird der Fall im Rahmen der Sendung „Fahndung Österreich“ auf Servus TV dem Fernsehpublikum in Österreich, Deutschland und der Schweiz präsentiert. „Wir erhoffen uns Hinweise, die zu neuen Ermittlungsansätzen führen. Alles kann wichtig sein“, erklärt Chefinspektor Hans Wolfgruber. Seine Kollegen würden sich die sogenannten Cold Cases („kalte Fälle“) regelmäßig anschauen und auf neue Ansätze überprüfen. Für sachdienliche Hinweise sind 5000 Euro Belohnung ausgelobt.
Spekulationen über Verbindungen zu organisiertem Verbrechen
Beim Landeskriminalamt Salzburg gingen nach dem Fund der Leiche wilde Spekulationen ein. Gemutmaßt wurde unter anderem, dass der Autohändler möglicherweise in Kontakt mit dem Mafia- oder Suchtgiftmilieu gestanden sei. „Es gibt aber keine Anhaltspunkte in eine bestimmte Richtung und über ein mögliches Motiv“, erklärte ein Ermittler damals.
Dass es sich beim Täter um eine Person aus dem Kreis des organisierten Verbrechens handelt, kann Wolfgruber auch heute nicht ausschließen. „Wir gehen jedem Hinweis nach“, sagt der Chefinspektor, der den Fall kommende Woche den Fernsehzusehern präsentieren wird.
„Mir ist wichtig, dass kein Opfer vergessen wird“, sagt Rechtsanwalt Stefan Rieder, der die Hinterbliebenen des Mordopfers seit Jahren vertritt. Rieder erhofft sich nicht nur durch die Fernsehsendung neue Ermittlungsansätze, sondern auch durch neue kriminalistische Methoden.














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