Der nächste Hit?

Nik P. als ein weiterer aufsteigender WSG-Stern

Fußball National
15.07.2022 08:17

Das Überraschungsteam der beiden letzten Saisonen muss die kommende Spielzeit sehr stattliche 29 (!) Tore ersetzen. Dabei darf die WSG Tirol jedoch auf den bereits dritten (großen) Glücksgriff aus „Bella Italia“ hoffen ...

Nikolai Baden Frederiksen (Zweiter der Torschützenliste 2020/21 - 18 Treffer), Giacomo Vrioni (Torschützenkönig 2021/22 - 19), beide ein mehr als geglückter Leih-Deal mit Juventus Turin. Nun, auch wenn die „alte Dame“ keinen dritten „Ragazzo“ im Talon hatte, konnte Wattens den dritten Angreifer von einem Serie-A-Klub, dieses Mal aber fix, engagieren: Nik Prelec von Sampdoria Genua (zuletzt ein halbes Jahr bei Olimpija Laibach) soll in die großen Fußstapfen des dänischen und albanischen Goalgetters treten! „Er ist schnell, hat einen sehr guten Schuss“, glaubt Thomas Silberberger felsenfest an seinen neuen 21-jährigen Mittelstürmer, „Nik kann einer werden wie seine zwei Vorgänger.“ Die Integration sollte jedenfalls absolut kein Problem darstellen - denn Prelec stehen in Wattens mit Zan Rogelj und Sandi Ogrinec (alle vom gleichen Management/wie auch Salzburgs Sesko) bereits zwei Slowenen hilfreich zur Seite.

So könnte Nik P. tatsächlich zum nächsten Hit in Tirol, ein aufsteigender Stern werden!

Was beim Klub mit dem kleinsten aller Bundesliga-Budgets (trotzdem letzte Saison Europacup-Playoff, zuvor Meisterrunde) dem guten Scouting zuzuschreiben ist - und der Zeit, die man sich lässt. „Auch aus der Not heraus“, gesteht Silberberger, „wir bekommen durch unsere finanziellen Mittel nur Spieler mit einem Makel.“ Die in Wattens eine Heimat finden, sich wie ein Stumberger (nach Kreuzbandriss kein Verein), Ertlthaler, Schulz (vereinslos für sechs Monate) oder Müller (beim LASK abgeschoben zu Juniors) zurückkämpfen. „Bei uns erhält ein Spieler, wenn er mal drei, vier Partien nicht gewünscht performt, trotzdem weiter das Vertrauen.“ Eine Wohlfühloase für Top-Leistungen - siehe Vrioni, siehe Frederiksen.

Die „Krone“-Prognose für WSG Tirol:

Auch wennes in diesem Sommer erstmals in der grün-weißen Oberhaus-Geschichte zukeinem „Komplett-Umbruch“ kam, das Defensiv-Gerüst stehen blieb -derWattenerKader befindet sichquantitativ am unteren Limit! „Stimmt, es darf verletzungsbedingt einfach nicht viel passieren“, gesteht auch Sportboss Stefan Köck. Der aber nach wie vor die Augen offen hält. Muss.Vor allem (mindestens) ein Innenverteidiger muss gefunden werden, um eine Alternative zum Stamm-Duo Behounek/Stumberger zu haben. Es wäre übrigens die einzige.

Fazit: Die Startelf, dazu zwei, drei starke Backups - sehr ligatauglich. Ob die Tiroler wieder am „Strich“ knabbern können, hängt aber vor allem von der neuen Offensive ab. Das Ziel Klassenerhalt sollte geschafft werden.

Gernot Gsellmann
Gernot Gsellmann
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