Die steirische Landesregierung stuft einen Teil der Fotovoltaikanlage auf 27 Hektar als „kritisch“ ein. Die Stellungnahme liegt der „Krone“ vor.
In der sonst so beschaulichen obersteirischen Marktgemeinde St. Peter-Freienstein ist es unruhig geworden - und zwar, seit SPÖ-Bürgermeisterin Anita Weinkogl das Mega-Solarprojekt auf 27 Hektar grüner Wiese in den Gemeinderat gehievt hat. Das Gros der Bürger hat erst aus der „Krone“ von der Kritik an den zwei gigantischen Anlagen erfahren, und seitdem wächst der Widerstand in der Bevölkerung.
Ein FPÖ-Antrag auf Volksbefragung, ob denn eine Fläche so groß wie 37 Fußballfelder verbaut werden solle, wurde bekanntlich von der roten Gemeinderatsmehrheit abgeschmettert. Also wandten sich die Freiheitlichen an Umweltlandesrätin Ursula Lackner, ebenfalls SPÖ. Eine der 13 Fragen an das Naturschutzressort des Landes: Bestehen irgendwelche naturschutzrechtliche Bedenken gegen das Grünstrom-Projekt?
Ein Teil der riesigen Anlage wird vom Land aus naturschutzrechtlicher Sicht kritisch gesehen. Es darf kein Drüberfahren geben!
Marco Triller, FPÖ-Landtagsabgeordneter
Einige Antworten haben es in sich, etwa diese: „Aus naturschutzfachlicher Sicht wurde der Standort Traidersberg I kritisch gesehen, da sensible Bereiche betroffen sind“, heißt es in der „Krone“ vorliegenden Stellungnahme. Es gibt auch Empfehlungen, die die Kritik der Naturschützer an der Verschandelung des Ortsbildes unterstreichen. Um die „zu erwartenden negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild zu mindern“, seien „verbindliche Begleitmaßnahmen vorzusehen“. Im Übrigen würden aktuell Kriterien für die örtliche Raumplanung der Gemeinden festgelegt.
Freiheitliche kündigen weitere Anfrage an
„Die geplanten Flächen sind überdimensioniert und aus unserer Sicht nicht mit dem Landschaftsbild in Einklang zu bringen“, stellt der freiheitliche Mandatar Marco Triller klar - und kündigt gleich eine Folgeanfrage an Lackner an.














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