Am kommenden Sonntag, geben die Stadt Salzburger ihre Meinung zur Erweiterung der Mönchsberggarage bei der Bürgerbefragung an der Wahlurne ab. Schon vor der Abstimmung melden sich immer mehr prominente Stimmen zu Wort, die sich gegen das mindestens 40 Millionen Euro teure Projekt für 650 zusätzliche Parkplätze im Berg aussprechen.
Die jüngste kommt von Karl-Markus Gauß, dem bekanntesten Schriftsteller der Stadt Salzburg. Erst im März wurde der Autor in Deutschland mit dem renommierten Leipziger Buchpreis ausgezeichnet.
Für Gauß sprechen drei Gründe gegen Ausbau
Seine Stimme hat in der Stadt, die sich bei jeder Gelegenheit mit dem Beinamen „Kulturstadt“ schmückt, besonders viel Gewicht. Gauß sagt nun: „Dieses Projekt finde ich absolut unvernünftig.“ Der Schriftsteller nennt für seine Haltung drei Gründe: „Wenn man sich die Auslastungszahlen über den Jahresverlauf ansieht, brauchen wir es nicht. Das Konzept für die Verkehrspolitik stammt aus dem Jahre Schnee. Und mehr Parkplätze führen zu verstärktem Verkehrsaufkommen.“
Gauß, der etwa von der „Neuen Zürcher Zeitung“ als „feinfühliger Beobachter“ bezeichnet wird, beobachtet auch die Diskussionen in seiner eigenen Stadt sehr genau. Da fiel ihm auf, dass die Diskussion um die Garage schnell zu „sehr harten Positionen führt“. Die Debatte sei inzwischen „eine fast zum Streit führende Sache“, sagt Gauß. Viele bekannte Salzburger und Prominente mit Salzburg-Bezug haben sich inzwischen gegen den Ausbau positioniert. Zuletzt etwa die Musiker Hubert von Goisern und Konstantin Wecker.
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