07.06.2022 15:54 |

Alarmierende Zahlen

Borkenkäfer vernichtete in Osttirol Rekordfläche

Alarmierende Zahlen beinhaltet der Waldbericht des Landes Tirol. Demnach verursachte der Borkenkäfer in Osttirol im Vorjahr ein noch nie dagewesenes Ausmaß an Zerstörung. 100.000 Kubikmeter Schadholz fielen an. Im Rest des Landes ist der Zustand des Waldes noch stabil. Doch überall stehen die Forstämter in einem Wettlauf gegen den Klimawandel.

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Der Borkenkäfer hat im Vorjahr in Osttirol ganze Arbeit geleistet. Das geht aus dem eben präsentierten Waldbericht 2021 hervor. 100.000 Kubikmeter Schadholz haben die gefräßigen Insekten verursacht. Das entspricht der Menge des durchschnittlichen Holzeinschlags eines Jahres. Um das zu kompensieren, müssen pro Jahr 900.000 junge Bäume gepflanzt werden, doppelt so viele wie in normalen Perioden.

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Die Lage ist angespannt.

LHStv Josef Geisler

Mit Käferfallen und mehr Waldaufsehern gegen die Gefahr
„Die Lage ist angespannt“, bestätigt der für die Forstwirtschaft zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP). Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung des Borkenkäfers. In tieferen Lagen ist bereits Mitte Juni und in höheren Lagen Mitte Juli mit dem Ausflug zu rechnen. Um dies zu verhindern, wurden in Osttirol an neuralgischen Stellen Käferfallen aufgestellt. Parallel muss der Wald systematisch nach frisch befallenen Bäumen durchforstet werden. Dafür werden zusätzlich 42 Waldaufseher aus Nordtirol in Osttirol im Einsatz sein.

Anteil der Fichten geht von Jahr zu Jahr zurück
Vor Entwicklungen wie im Bezirk Lienz ist auch der Rest des Landes nicht gefeit. Die Lage in Nordtirol ist laut Waldbericht aber stabil. Auch, weil 2021 keine Naturereignisse dem Forst zugesetzt haben. Langfristig forcieren die Forstverwaltungen Mischwälder, die dem Klimawandel besser gewachsen sind. Von den 1,9 Millionen Jungpflanzen, die im Vorjahr ausgebracht wurden, waren 200.000 Laubbäume. Der Anteil der Fichte sank von 56 Prozent (2017) auf 43 Prozent.

Noch können die drei Landesforstgärten den Tiroler Bedarf decken. Weil die Nachfrage stark steigt, wird in Bad Häring bis 2023 ein mehr als 2000 Quadratmeter großes Kühlhaus für Jungpflanzen errichtet.

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