16.05.2022 18:12 |

Neuer Staatssekretär

Florian Tursky: „Bin nur digital unterwegs“

Florian Tursky war zuletzt Büroleiter von Landeshauptmann Günther Platter und zuvor dessen Pressesprecher. Vor diesen politischen Jobs war er im Marketing tätig. Seit wenigen Tagen ist er Staatssekretär für Digitalisierung und Breitband. Im Interview mit der „Krone“ spricht er über seinen Karriereweg, seine Pläne und seinen Hofratstitel.

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„Krone“: Herr Staatssekretär Florian Tursky, erst einmal alles Gute nachträglich zum Ihrem Geburtstag am 13. Mai.
Florian Tursky: Danke. Wie schon zu meiner Geburt war es wieder ein Freitag, der Dreizehnte.

Ein gutes Omen?
Ja! Ich wurde zwei Tage vorher angelobt, ein sehr gutes Zeichen!

Ziehen Sie nach Wien oder werden Sie pendeln?
Ich werde mir in Wien eine Wohnung suchen, wo ich während der Woche sein werde. Am Wochenende bin ich aber in Tirol. Meine Lebensgefährtin lebt in der Schweiz - das Wochenende wird eine Herausforderung. Außerdem bin ich begeisterter Bergsteiger und Skitourengeher - das ist in Wien natürlich schwierig.

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Für mich ist das eine ganz neue Funktion. In Wahrheit bin ich aber seit 20 Jahren, ich weiß, das klingt komisch für einen 34-Jährigen, politisch tätig.

Florian Tursky

Sie kommen aus dem PR-Bereich, waren lange Pressesprecher, Büroleiter von LH Günther Platter - nie im Gemeinderat oder Landtag. Was qualifiziert Sie für den Posten des Staatssekretärs?
Für mich ist das eine ganz neue Funktion. In Wahrheit bin ich aber seit 20 Jahren, ich weiß, das klingt komisch für einen 34-Jährigen, politisch tätig: als Schulsprecher, Landesobmann der Schülerunion, usw. - danach war ich in einer Kommunikationsagentur, war CEO eines Technologie-Start-Ups. Ich kenne alle Seiten, ich kenne die Politik sehr gut und ich kenne auch Karl Nehammer und Magnus Brunner sehr gut.

Die Firma (3D Elements), bei der Sie CEO waren, gibt es nicht mehr. Warum?
Da ist es um die Anwendungen der Vermessungen menschlicher Avatare gegangen, zum Beispiel im Bereich Bekleidung oder der Gaming-Industrie. Konzerne wie Meta machen hier große Projekte. Damals war es wohl noch nicht an der Zeit, vielleicht hatten wir auch nicht die richtigen technologischen Ansätze.

Werden Sie den Titel des Hofrats beibehalten? Dürfen Sie das rechtlich überhaupt?
Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht, mir ist der auch nie wichtig gewesen. Das war damals ein Automatismus - ich habe den Titel niemals aktiv geführt.

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Privat bin ich praktisch nur digital unterwegs und ich nutze natürlich auch Soziale Medien, jedoch haben wir nun beschlossen, neue Profile aufzulegen.

Florian Tursky

Wie wichtig war der Cartellverband für Ihre Karriere?
Ich kann mich nicht erinnern, dass er mir irgendwann beruflich geholfen hat, aber für meine persönliche Entwicklung war er sehr wichtig. Ich habe dort viel gelernt und viele Freundschaften geschlossen.

Was hat es mit dem Verbindungsnamen „Aeneas“ auf sich, haben Sie sich den selbst ausgesucht?
Ich habe ihn mir selbst aussuchen dürfen, damals war ich 15 Jahre alt. Eine Mitschülerin fand den Namen ganz nett, da habe ich ihn genommen.

Auf Instagram, Twitter und Facebook sieht man keine alten Beiträge - erst welche, seitdem Sie Staatssekretär sind. Wie digital sind Sie?
Privat bin ich praktisch nur digital unterwegs und ich nutze natürlich auch Soziale Medien, jedoch haben wir nun beschlossen, neue Profile aufzulegen.

Worin sehen Sie digital das größte Potenzial?
Bei vielen Menschen kommt mit der Digitalisierung eine Angst mit, den Job zu verlieren oder nicht mehr dabei zu sein - das ist eine große Herausforderung. Fakt ist, die Digitalisierung passiert, sie passiert weltweit und wir müssen diese Chance nützen, indem wir Arbeitsplätze schaffen und Unternehmen ansiedeln.

Was sind Ihre nächsten anstehenden Projekte?
Ich bin erst in der Einarbeitungsphase. Eines der wichtigsten Projekte ist der Digitale Führerschein.

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