19.04.2022 15:57 |

Beleidigte Mitarbeiter

Attensam entschuldigt sich für „Abschaum“-Sager

Entrüstung hat ein Interview mit Oliver Attensam, dem Chef der gleichnamigen Hausbetreuungsfirma, ausgelöst. So sprach er rund um das Thema Entlohnung von „Abschaum“ unter Arbeitskräften. Am Dienstag entschuldigte sich Attensam für die „falsche Wortwahl“.

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Das Interview schlug hohe Welle und sorgte auch in sozialen Medien für Empörung. Erschienen war es am Montag in der Online-Ausgabe des „Standard“, sollte u.a. auf das breite Leistungsspektrum und Aufgabenfeld der Mitarbeiter der Hausbetreuungsfirma abzielen. In Erinnerung blieb aber vor allem das Wort „Abschaum“, das Attensam im Zuge einer Frage zur Entlohnung von Arbeitskräften wählte.

So erklärte er im Interview, ein „großer Befürworter“ davon zu sein, „höchstmögliche Lohnerhöhungen jedes Jahr durchzubekommen. Wir müssen von ganz unten weg, höher hinauf. Wenn wir alle teurer werden, kann der Kunde nicht einen Billigen nehmen. Wir können nicht den Abschaum, der überbleibt, als Mitarbeiter bekommen, sondern müssen schauen, dass wir gute Leute haben.“

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Dieses Wording spiegelt in keiner Weise meine Einstellung gegenüber Mitarbeitenden und Arbeitssuchenden wider.

Oliver Attensam, Geschäftsführer der gleichnamigen Hausbetreuungsfirma

„Möchte mich zutiefst entschuldigen“
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. In den sozialen Medien etwa taten viele ihren Ärger über den „Abschaum“-Sager kund. Dienstagmittag meldete sich Oliver Attensam nach dem verbalen Missgriff selbst via Aussendung zu Wort. „Ich möchte mich zutiefst für die Verwendung des Begriffs ,Abschaum‘ entschuldigen“, erklärte Attensam. „Dieses Wording spiegelt in keiner Weise meine Einstellung gegenüber Mitarbeitenden und Arbeitssuchenden wider - ich entschuldige mich bei all jenen Menschen, die sich durch diese Wortwahl angegriffen fühlen.“

„Diese falsche Wortwahl sollte vielmehr für die tendenziell geringe Wertschätzung gegenüber der Reinigungsbranche stehen; leider ist daraus genau das Gegenteil von dem, was ich ausdrücken wollte, entstanden - das tut mir sehr leid“, zeigte sich Attensam reumütig.

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