19.03.2022 12:00 |

Pläne vor Landtagswahl

Ranggeln bei Tiroler ÖVP, NEOS formieren sich neu

NEOS-Klubchef Dominik Oberhofer stellte bei einer Versammlung personelle Weichen und wurde als Landessprecher bestätigt. Der Umbau der Tirol Werbung ist nur die Spitze des Eisbergs.

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Erste Weichen in Richtung Landtagswahl stellten am Samstag die Tiroler NEOS. In Kufstein steht die Landesmitgliederversammlung auf dem Programm. In etwa 70 Personen sind geladen.

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Über eine Zustimmung jenseits der 90 Prozent würde ich mich sehr freuen.

Tiroler NEOS-Klubchef Dominik Oberhofer

Ziel von 90 Prozent knapp verfehlt
Der bisherige Landessprecher und Klubchef Dominik Oberhofer stellte sich dabei der Wiederwahl. „Über eine Zustimmung jenseits der 90 Prozent würde ich mich sehr freuen“, sagt Oberhofer auf die „Krone“-Frage, wie hoch er sich die Latte legt. Geworden sind es schlussendlich 87,5 Prozent. 

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In den kommenden 3 Jahren als Landessprecher will ich die NEOS bei den kommenden Wahlen in die Landesregierung und in die Innsbrucker Stadtregierung führen.

NEOS-Klubchef Dominik Oberhofer nach seiner Wiederwahl

NEOS-Frauenpower
Gegenkandidaten oder -in hat er keine, obwohl zuletzt zwei Frauen ins Rampenlicht getreten sind, denen durchaus Ambitionen auf höhere Weihen nachgesagt werden können: Da ist zum einen Birgit Obermüller, die es als Newcomerin immerhin bis in die Stichwahl gegen den Kufsteiner Bürgermeister Martin Krumschnabel geschafft hat. Zum anderen die 37-jährige Franziska Schumi, die im Februar–Landtag den damals erkrankten Parteichef Oberhofer würdig vertreten hat.

Heiße Aktien für die Landtagswahl
Welche personellen Weichenstellungen plant Oberhofer? „Nationalrat Hannes Margreiter wird wie gehabt mein Stellvertreter, Franziska Schumi wird neue Finanzreferentin, Birgit Obermüller ist Kandidatin für das erweiterte Landesteam.“ Die Entscheidungen bei der Versammlung seien das Fundament für die Liste, die Anfang Juli beschlossen werden soll.

In der ÖVP rumort es
Gewaltiges Rumoren in den Wandelgängen des Landhauses ist über die Landes-ÖVP zu vernehmen. Der Verlust von Hall und Schwaz schmerzt gewaltig, nicht einmal Telfs taugt als Beispiel für eine makellos geschlagene Wahl: Denn auch BM Christian Härting musste kräftig Federn lassen. Wenn Wörgl nicht gewesen wäre, es würde wohl Rücktrittsaufforderungen in Richtung Wahlkampfmanager hageln.

Gerangel um Landesliste
Wenn Verluste von zehn Prozentpunkten wie in Telfs als Messlatte für einen erfolgreichen Wahlkampf dienen, dann kann das für die Landtagswahl nur bedeuten, dass mit weniger Mandaten gerechnet wird. Und tatsächlich scheint hinter den Kulissen schon ein Gerangel über die Plätze auf der Landesliste ausgebrochen zu sein. Bauernbund gegen Wirtschaftsbund heißt wohl das heißeste Match, das jetzt schon an Fahrt aufnimmt.

LA Gerber gut vernetzt
Eine immer gewichtigere Rolle scheint dabei Tourismussprecher LA Mario Gerber zu spielen: Nicht nur, dass er einflussreicher Wirtschafts-Funktionär ist, er ist auch Vorsitzender des Tyrol Tourismus Boards, des Trägervereins der Tirol Werbung, die mit Karin Seiler eine neue Chefin bekommen hat – eine Vertraute Gerbers. Dem Vernehmen nach wollte LH-Platter-Intimus Josef Margreiter, Chef der Tirol Holding, sie verhindern. Zudem soll er der wahre Grund dafür gewesen sein, dass Seilers Vorgänger Florian Phleps alles hingeworfen hat: Die Tirol Werbung als ÖVP-„Battlefield“!

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