Mit Umbringen bedroht

Sohn (31) würgte aus „Rache“ die eigene Mutter

Wilde Szenen spielten sich am Christtag in einem Wohnhaus in Blindenmarkt im Bezirk Melk ab. Ein stark alkoholisierter 31-Jähriger rastete völlig aus, trat die Eingangstür zum Elternhaus ein und ging auf seine Mutter (67) los. Nur das beherzte Eingreifen des Vaters verhinderte wohl Schlimmeres – Festnahme!
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Hass und jede Menge Alkohol - wie gefährlich diese Kombination sein kann, zeigte sich Samstagnachmittag in Blindenmarkt. Mit mehr als zwei Promille intus wollte sich ein 31-Jähriger laut eigenen Angaben für die schlechte Kindheit bei seiner Mutter rächen. Der Mann trat die Eingangstüre des Elternhauses ein und ging auf die 67-Jährige los. Er stieß die Frau gegen die Wand, würgte sie, schlug ihr mehrmals gegen den Kopf und drohte ihr dabei immer wieder mit dem Umbringen. Auch einige Möbelstücke zertrümmerte der Tobende dabei.

Vater schritt ein
Dass es „lediglich“ bei Blutergüssen und Rötungen am Hals des Opfers blieb, ist vermutlich dem schnellen Einschreiten seines Vaters zu verdanken. Denn wohl nur, weil der 65-Jährige beherzt dazwischenging, konnte dessen Ehegattin flüchten und mittels Notruf die Polizei verständigen.

Traurigkeit statt Hass
Beim Eintreffen der Beamten zeigte der 31-Jährige dann ein völlig anderes Gesicht. Er beruhigte sich rasch, Hass und Wut machten Platz für Traurigkeit und Verzweiflung. Unter Tränen erzählte der Verdächtige den Polizisten seine Lebensgeschichte. So berichtete er von ständigen Erniedrigungen, Beschimpfungen und auch Schlägen durch die Mutter während eines Großteils seiner Kindheit.

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Der 31-Jährige begründet sein Verhalten mit einer erheblichen Abneigung gegen seine Mutter, die aus seiner Zeit als Kind stammen soll.

Ein erfahrener Ermittler

Ins Gefängnis
Zwar wurde sofort ein Betretungs- und Annäherungsverbot gegen den 31-Jährigen ausgesprochen, doch für die Polizei und die zuständige Staatsanwaltschaft war nach der Schilderung und dem Verhalten des Mannes klar, dass die Gefahr aktuell zu hoch sei, dass er seine Morddrohungen doch noch in die Tat umsetzen könnte. Er wurde daher völlig widerstandslos ins Gefängnis nach St. Pölten gebracht.

Josef Poyer
Josef Poyer
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