17.12.2021 15:30 |

Strenger als der Bund

Salzburg schickt Familien extra lange in Isolation

Genesen, geimpft und geboostert – und trotzdem zwei Wochen in Quarantäne. Das gilt nun für Haushaltskontakte von Corona-Infizierten. Nicht nur bei Fällen der Omikron-Variante, sondern für alle. Salzburg geht einen strengeren Weg, als der Bund empfiehlt. Somit feiern besonders viele Weihnachten in Quarantäne.
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Bekommt ein Kind in Salzburg heute einen positiven Coronatest, muss die ganze Familie in Quarantäne – und das bis über die Weihnachtsfeiertage. Konkret für 14 Tage schickt das Land Salzburg Haushaltskontakte neuerdings in Isolation. Freitesten ist erst nach zehn Tagen möglich. Zwischen mehrfach Geimpften und Ungeimpften wird dabei nicht unterschieden. In Quarantäne muss man zwar nur, wenn weiterhin Kontakt mit der infizierten Person besteht – gerade bei kranken Kindern geht Abstand halten in den eigenen vier Wänden aber nicht.

Ministerium empfiehlt vier Tage kürzere Absonderung
Die neue Omikron-Variante machte die Verschärfungen im Contact-Tracing nötig. Bei Haushaltskontakten gilt die strengere Regel aber pauschal bei allen Virus-Varianten. Mit der extra langen Quarantäne ist das Land Salzburg strenger als der Bund. Das Ministerium empfiehlt nämlich nur zehn Tage Quarantäne für Haushaltskontakte, mit der Möglichkeit sich nach fünf Tagen freizutesten.

Weniger Aufwand und geringeres Infektionsrisiko
„Wir haben die Quarantänebestimmungen vereinheitlicht, damit es in der Verwaltung leichter nachvollziehbar ist“, heißt es von Seiten das Landes Salzburg. Sprich: Für die Contact-Tracer bedeutet das weniger Aufwand. „Und die Virus-Ausbreitung wird so besser verhindert“, lautet ein weiteres Argument. Außerdem gebe es mehrere Bundesländer, die diese längere Quarantäne verordnen. Gesundheitsbehörden und Bund prüfen aber Lockerungen für Personen, die dreifach geimpft sind.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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