08.12.2021 07:30 |

Sicherheit in Wörgl

„Keine Dorfidylle, aber Angst ist unbegründet“

Wie sicher ist die Stadt Wörgl? Dieser „Krone“-Titel nach einer gewalttätigen Eskalation zwischen rivalisierenden Jugendgruppen entzündete eine Diskussion. Anrainer schildern Erlebnisse, die Volkspartei will im Gemeinderat ein Sicherheitspaket einbringen. Bei der Polizeiinspektion sieht man keinen Grund für Alarm.

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Machen manche aus einigen frechen Halbstarken ein Sicherheitsdrama? Oder sind die Zustände im Zentrum längst nicht mehr hinnehmbar? Die Debatte, die oft nur schwarz oder weiß kennt, ist in Wörgl voll im Gang.

Kritischer Anrainer am Bahnhofsplatz
Ein Anrainer am Bahnhofsplatz, der immer wieder BH, Polizei und Stadtführung mit seinen Schilderungen samt Fotos und Videos bombardiert, schreibt der „Krone“ von Alkoholexzessen, Drogendeals und Raufereien. Bei Zurechtweisungen würden auch Passanten bedroht. Erschwerend sei, dass die Stadtpolizei keinen Wochenenddienst und sonst um 17 Uhr Feierabend mache – gerade dann, wenn die Missstände erst losgehen würden.

Die örtliche Volkspartei kritisiert die jüngsten Beschwichtigungsversuche von Bürgermeisterin Hedi Wechner: „Viele Wörgler haben Angst, abends auf die Straße zu gehen.“

Vorstoß: Von Kameras bis hin zu Personenkontrollen
GR und VP-Stadtparteiobmann Michael Riedhart will nun einen Antrag einbringen, um das „subjektive Sicherheitsgefühl“ zu erhöhen. Konkret: Videoüberwachung von sensiblen Bereichen (schon 2019 versandete dieser Vorstoß), Waffenverbotszone samt Personenkontrollen und verbesserte Präventionsarbeit an Schulen.

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Wo es leer und dunkel ist, wird es für illegale Praktiken natürlich attraktiver.

VP-Stadtparteiobmann Michael Riedhart

Ein Problem seien auch die Leerstände in der Bahnhofstraße. „Wo es leer und dunkel ist, wird es für illegale Praktiken natürlich attraktiver“, sagt Riedhart. Der jüngste Exzess passierte beim CityCenter. Manager Klaus Behnke sieht es nüchtern: „Ja, es sind Sachbeschädigungen passiert und Jugendliche treiben sich in der Tiefgarage herum. Anfang 2020 haben wir extra Securitys engagiert.“ Etwas Gravierendes, mit Folgen für Kunden, sei nie passiert.

„Die Passanten können sich sicher bewegen“
Wie sieht Franz Hohlrieder, Chef der Polizeiinspektion Wörgl, die Situation? „Laut unseren Fakten ist die Bahnhofstraße absolut kein Kriminalitäts-Hotspot. Viele Jugendliche treffen sich hier in Wörgl, eine ländliche Idylle ist nicht realistisch.“ Passanten, betont der Polizeichef, können sich sicher bewegen. Klar ist aber auch: Nicht jede Zumutung, die ein Normalbürger erlebt, landet auf dem Schreibtisch der Polizei.

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