18.11.2021 16:43 |

Ermittlungen in D

Ungeimpfter angeblich nicht behandelt - tot

Nach dem Tod eines angeblich ungeimpften Patienten, der im Klinikum Karlsruhe nicht behandelt worden sein soll, ist der Mann am Donnerstag obduziert worden, um die genaue Todesursache festzustellen. Erste Ergebnisse könnte es bereits am Freitag geben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Mann soll Vorwürfen zufolge wegen seines Impfstatus nicht versorgt worden und deshalb gestorben sein.

Das Krankenhaus hat die Anschuldigung bereits Anfang der Woche scharf zurückgweisen: Man habe die Pflicht, jeden Patienten zu behandeln - der Impfstatus habe darauf keinerlei Einfluss. Grund für das Todesermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft sind mehrere Anzeigen - darunter eine aus dem Umfeld des verstorbenen Mannes. Unklar ist unter anderem, mit welchen Beschwerden der Mann ins Krankenhaus gekommen war und ob er eine Behandlung möglicherweise abgelehnt hatte.

Zuvor war ein Video aufgetaucht, das den Mann auf dem Boden liegend in einem Zimmer der Klinik zeigen soll. Die Echtheit des Videos wird von der Polizei überprüft, weitere Details wurden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht mitgeteilt.

Klinik wehrt sich gegen „unberechtigte Vorwürfe“
Auch das Klinikum hat Anzeige gegen die „unberechtigten Vorwürfe“ erstattet, wie es Anfang der Woche mitteilte. Zudem nahm es auch Bezug zu dem Video, das in sozialen Netzen kursiert. So könne es in Einzelfällen erforderlich sein, Patienten auf einer Matratze auf dem Boden zu versorgen. Das diene zur Unfallvermeidung und dazu, Verletzungen vorzubeugen.

In der Pressemitteilung das Krankenhaus auch darauf hin, dass ein Arzt eine lebenserhaltende Maßnahme nicht durchführen dürfe, wenn ein Patient sie ausdrücklich ablehnt. Ärztliche Behandlungsmaßnahmen ohne Einwilligung des Patienten sind rechtlich nicht zulässig.

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