13.11.2021 14:00 |

Nachtgastronomie

Club-Betreiber zwischen Verzweiflung und Wut

Der Freitag brachte für Salzburgs Nachtgastronomen eine herbe Enttäuschung und wirklich düstere Aussichten. Viele von ihnen sind nach fast zwei Jahren Pandemie nicht mehr gut auf die Politik zu sprechen. Jetzt erwarten sie sich vor allem eines: Ausreichende finanzielle Unterstützung für die Betriebe und ihre Mitarbeiter

Nachdem bekannt wurde, dass künftig im Gastgewerbe nur noch sitzend und unter Einhaltung der 2G-Regel konsumiert werden darf, herrscht in der stark betroffenen Branche der Nachtgastronomie blankes Entsetzen. Alle sind sich einig, dass unter den neuen Bedingungen kein Geschäft zu machen ist.

„Wir hatten mit der 2G-Regel schon massive Einbrüche – aber die jetzige Situation werden viele Betriebe ohne Unterstützung nicht mehr überleben“, ist sich Simon Schnell von der Tenne in Wagrain sicher. Auch Branchenvertreter Ernst Pühringer fordert „schnelle Hilfe, auch wenn es nur zwei Wochen sind – was ich leider momentan nicht glaube“. Er sagt: „Den Kollegen bricht das gesamte Geschäft weg. Die Lage ist wirklich sehr ernst.“

Forderung: Trinkgeldersatz für betroffene Mitarbeiter
Half-Moon-Betreiber Martin Sönmezay ergänzt: „Es muss auch einen vollen Trinkgeldersatz für die Mitarbeiter geben, sonst werden wir die nicht mehr lange halten können - das ist ein wichtiger Teil ihres Einkommens.“

City-Beats-Chef Franz Busta ärgert sich: „Es ist schon wieder viel zu spät reagiert worden. Man hätte die Situation mit einer 2G-Regel und zusätzlichen Tests am Eingang sicher lösen können. Ich hoffe wir können alle 70 Mitarbeiter halten!“

Benedict Grabner
Benedict Grabner
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