12.10.2021 18:57 |

Wahrzeichen der Stadt

Christus-Statue in Rio feierte 90. Geburtstag

Rio de Janeiro hat am Dienstag den 90. Geburtstag der Cristo-Statue mit einer Messe in der Kathedrale der Millionenmetropole gefeiert. Weil es in den vergangenen Tagen regnete, war der Gottesdienst von den Füßen der Statue auf dem Corcovado-Berg in das Gebäude verlegt worden, wie die brasilianische Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtete.

Kardinal Orani Joao Tempesta nahm das Bild der Wolken, die die Christusstatue zuletzt umhüllten, in seiner Predigt demnach auf. „In dieser Zeit der Pandemie, in der wir bereits mit Optimismus, mit Vertrauen in die Impfung in die Zukunft blicken, wollen wir auch die dunklen Wolken des vergangenen Jahres sehen“, sagte er.

An einer anderen Stelle wies der Kardinal darauf hin, dass der „Cristo Redentor“ (Christus der Erlöser) mit den immer offenen Armen auch davon zeuge, dass es möglich sei, sich brüderlich zu begegnen - selbst in Zeiten der Polarisierung und des Hasses.

Wahrzeichen und Beschützer der Stadt
Die Christus-Statue ist zugleich Wahrzeichen und Beschützer Rios. Aus fast jeder Ecke der Stadt ist sie zu sehen. Die „Cariocas“, wie die Bewohner der Stadt heißen, verehren den Cristo. Die Geschichte der Statue ist voller Mythen und Lücken, wie der brasilianische Journalist Rodrigo Alvarez in einer Live-Übertragung zum Erscheinen seines Buches „Redentor“ jüngst sagte. Eine der Legenden, die er stürzt, ist, dass ein französischer Pfarrer 1903 erstmals von einem Cristo auf dem Corcovado-Berg geträumt habe.

Wurde am 12. Oktober 1931 eingeweiht
Seinen Recherchen zufolge hatte Prinzessin Isabel von Brasilien bereits 1888 die Idee, auf den Corcovado einen Christus zu stellen. Das habe nicht mal die katholische Kirche gewusst, auf deren Initiative der Wettbewerb für die Statue in den 1920er-Jahren ausgeschrieben wurde. Fakt ist, dass diese am 12. Oktober 1931 eingeweiht wurde.

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