„Hainburg“ des Nordens

Ökohelden-Treffen: „Als wir das Thayatal retteten“

Eisvögel, Uhus und Schwarzstörche kreisten imaginär über dem Nationalparkhaus in Hardegg. Denn dort trafen einander jetzt vier „Öko-Musketiere“ von damals. Ihnen ist es zu verdanken, dass das einst von einem Kraftwerk auf tschechischer Seite bedrohte Thayatal gerettet werden konnte

Es waren tiefe Schatten, die sich 1984 über das Thayatal legten. Denn es war durchgesickert, dass unmittelbar hinter dem Eisernen Vorhang, der damals das Naturparadies scharf trennte, ein Kraftwerk in konkreter Planung war. Vor allem einem versetzte diese Bedrohung einen Stich mitten ins Umweltherz. „Wir waren bereit, für dieses Naturparadies zu kämpfen, koste es, was es wolle. Unser damaliger Bürgermeister Norbert Kellner war sofort im Boot“, erinnert sich Franz Kraus beim jetzigen Treffen der Weggefährten an die Öko-Hiobsbotschaft von jenseits des wildromantischen Flusses. Doch die Natur obsiegte. 1991 schuf unser Nachbarland einen Nationalpark.

„Ohne diesen Widerstand der ersten Stunde gäbe es das weltweit einzigartige Wildkatzenparadies nicht“, streut Umwelt-Urgestein Erwin Pröll, damals Landesvize, den „Hainburg-Kämpfern des Nordens“ wilde Rosen. Doch auch der öko-engagierte schwarze Politiker selbst hat sich um das Thayatal unauslöschliche Meriten verdient. Denn er trieb den Schutz so weit beharrlich voran, dass der Nationalpark, den heute Direktor Christian Übl hütet, mit ihm als Landeshauptmann 1997 per Staatsvertrag Wirklichkeit wurde.

Mark Perry
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Christoph Weisgram
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