Anlage eröffnet

Niederösterreich hilft Franzosen bei Windenergie

„In Frankreich gehört es zur Tradition, ein Windkraftprojekt zu beeinspruchen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der W.E.B Windenergie mit Sitz im Waldviertel. Entgegen diesem Brauch konnte das heimische Unternehmen jetzt aber beim „Weltmeister des Atomstroms“ einen Windpark ohne Gegenwehr errichten.

Im Norden Frankreichs entstand der neue Windpark des NÖ Grünstrom-Anbieters: Fünf Räder bieten eine Leistung von 18 Megawatt, wodurch 12.000 Haushalte in und rund um Tortefontaine versorgt werden.

Lob vom Botschafter
Besonderes Lob gab es dafür vom französischen Botschafter Exzellenz Gilles Pécout. Er bezeichnete bei der symbolischen Eröffnung der Anlage, die im Palais NÖ in Wien über die Bühne ging, die W.E.B als „Windpionier in Frankreich“ und betonte, dass Frankreich die Atomkraft als wichtige Übergangsenergie im Kampf gegen CO2-Emissionen und Klimawandel sieht.

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Der Windkraftanteil in NÖ beträgt 30 Prozent, der in Frankreich 6 Prozent. Dort ist einfach auch noch mehr Potenzial vorhanden.

Landesvize Stephan Pernkopf

Pariser Metro mit Waldviertler Grünstrom
Stolz gab sich auch Landesvize Stephan Pernkopf. Die heimische W.E.B erzeuge in Frankreich mittlerweile sauberen Strom für 70.000 Haushalte. Vor 15 Jahren wurde dort das erste Projekt umgesetzt, die Pariser Metro würde seit Kurzem auch mit Strom des Waldviertler Grünstromanbieters fahren.

„In Frankreich geht es schneller“
Ist es einfacher, ein Windkraftprojekt in Niederösterreich oder bei den Franzosen umzusetzen? W.E.B-Vorstandsvorsitzender Frank Dumeier: „In Niederösterreich bauen wir gerade an drei Standorten, zur Jahreswende soll auch Grafenschlag im Waldviertel in Betrieb gehen. In Frankreich geht es schneller, weil wir da unser eigenes Umspannwerk errichten durften. In Niederösterreich müssen wir auf den Ausbau von Netz NÖ warten, was auch teils lange Verzögerungen zur Folge hat.“ Ein Nachfolgeprojekt des 20 Millionen Euro teuren Windparks bei Tortefontaine ist auch in Planung: 2024 sollen in Frankreich weitere vier W.E.B.-Windräder einspeisen.

René Denk
René Denk
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Freitag, 24. September 2021
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