31.08.2021 10:46 |

Wirbel in Cornwall

„Sexuell aggressiver“ Delfin belästigt Schwimmer

Ein umtriebiger Delfin terrorisiert derzeit Badegäste in Hayle Harbour im Süden Großbritanniens. Der Meeresbewohner geht mit Schwimmern auf Tuchfühlung und schlägt auch mit dem Schwanz auf sie ein. Experten warnen nun, von dem als Einzelgänger bekannten Tümmler Abstand zu nehmen. Es sei zwar nicht ungewöhnlich, dass Delfine mit Gegenständen im Wasser - oder auch Menschen - spielen, so der Naturforscher Chris Packham. Aber: „Sie können sexuell aggressiv werden und es besteht die Möglichkeit, dass dieser Delfin sich verliebt und verwirrt wird.“

Zuletzt wurde der Delfin, der den Spitznamen „Nick“ bekommen hat, zwischen Schwimmern und Sportlern auf Stand-Up-Paddle-Boards bei Cornwall gesichtet. Der Meeresbewohner zeigte in der großen Menschengruppe keinerlei Scheu. Die Badegäste zeigen sich erst begeistert von dem ungewöhnlichen Erlebnis - doch dann beginnt der Tümmler mit seinem Schwanz auf die Menschen einzuschlagen. 

Delfin wurde von Helfern ins offene Meer hinausgelockt
„Nach einer Weile wurde deutlich, dass das Verhalten des Delphins eskalierte und immer unberechenbarer wurde, sodass wir sehr besorgt waren, dass jemand verletzt werden könnte“, schildert Dan Jarvis von der Organisation British Divers Marine Life Rescue (BDMLR) den Vorfall. Den Schwimmern wurde geraten, aus Sicherheitsgründen sofort aus dem Wasser zu kommen. Eine andere Rettungsorganisation habe es dann mit einem Boot geschafft, das Tier aufs offene Meer hinauszulocken.

„Delfine sind sehr mächtig und daher gefährlich"
Bei dem Tümmler dürfte es sich um einen Einzelgänger handeln, bei dem Gefahr besteht, dass er sich zu sehr an die Gesellschaft von Menschen gewöhnt und dadurch konfus wird. „Stellen Sie sich vor, Sie haben sich verlaufen und sind mitten in einer Elefantenherde gelandet“, erklärt der Naturforscher Packham. „Das wäre ziemlich verwirrend. Das ist wie bei ,Nick‘, umgeben von Menschen - aber Delfine sind sehr mächtig und daher gefährlich.“

Die Empfehlung der Experten: Nicht absichtlich ins Wasser gehen, um mit „Nick“ zu spielen und ihn nicht füttern. Bootsfahrer sollen Kurs und Geschwindigkeit beibehalten, wenn sie den verhaltensauffälligen Meeresbewohner sehen und ihn nicht mit Verfolgungsjagden oder schnellen Manövern verschrecken.

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