02.08.2021 19:00 |

Neuer Vorstand

Mit dem Heimkehrer soll’s bergauf gehen

Die Venet Bergbahnen AG kämpft seit vielen Jahren mit chronischen Finanzproblemen. Im Mai trennte man sich vorzeitig „im Guten“, wie es heißt, vom erst 2019 geholten Vorstand Werner Millinger. Seit Sonntag liegt das Schicksal des Zammer und Landecker Hausberges in den Händen von Walter Siegele, dem früheren Betriebsleiter der Venetbahn. Mit seiner in Sölden geholten Expertise soll er die Turbulenzen einbremsen.

Auf den nebelverhangenen Venet luden die Bergbahnen zur Sonntagsmatinee, um jenen zu präsentieren, der die Nebel um das Sorgenkind lichten soll. Das wirtschaftliche Wetter um den Zammer und Landecker Hausberg ist schon seit Jahren trüb: Die Eigentümerseilschaft der Bergbahnen AG, die Gemeinden Landeck und Zams und der TVB Tirol West, haben jährlich hohe Abgänge zu tragen. Der 2019 ins Boot geholte Vorstand Werner Millinger konnte offensichtlich nicht die nötigen Impulse liefern, sodass im Mai die einvernehmliche, vorzeitige Trennung besiegelt wurde.

Der „Seilbahnexperte“ soll´s richten
„Mit Walter Siegele konnten wir als Nachfolger einen ausgewiesenen Seilbahnexperten gewinnen, der heute seinen ersten Arbeitstag hat“, versprühte am Sonntag der AR-Vorsitzende Thomas Hittler Zuversicht, „sein Herz schlägt für den Venet.“ Der in Zams aufgewachsene Siegele ist im Unternehmen bestens bekannt, agierte er doch von 1992 bis 2008 dort als Betriebsleiter. Anschließend arbeitete er zunächst als technischer und in Folge als kaufmännischer Geschäftsführer mit Personalverantwortung bei den Bergbahnen Sölden.

Konzessionen laufen aus
Dem Heimkehrer sei bewusst, dass auf ihn eine Fülle von Aufgaben zukommt. „Wunderwuzzi bin ich keiner“, sagte er, „wir müssen die Ressourcen, die wir haben, optimal nutzen.“ Allerdings hängen über den „Ressourcen“ Damoklesschwerter: Die Konzession des südseitigen Liftes endet in zwei Jahren, die der Venetseilbahn 2027. Siegele: „Alle Szenarien müssen durchgedacht werden, vom Abriss bis zum Neubau.“ Erst wolle man aber versuchen, die Abgänge zu verringern. Mit der Anstellung des Marketingfachmannes Tobias Siegele würden etwa teure Aufträge an Agenturen vermieden und der digitale Auftritt professionalisiert. Die Frequenz der letzten drei Wochen sei jedenfalls ermutigend.

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