02.08.2021 10:45 |

Wird als Held gefeiert

Fallschirmlehrer starb, Tandempassagier gerettet

Ein Fallschirmlehrer in Australien ist bei einem Tandemsprung gestorben und hat dabei seinem Passagier (54) wohl das Leben gerettet, indem er diesen mit seinem Körper schützte. Der erfahrene Fallschirmspringer Arron Toepfer, den Kollegen als „hoch qualifiziert“ bezeichnen, habe so die ganze Wucht des Aufpralls aufgefangen und sei noch am Unfallort verstorben. In Australien wird der 35-Jährige, der bis zu acht Sprünge pro Woche absolvierte, nun als Held gefeiert.

Angaben der Zeitung „The Australian“ zufolge soll Toepfer sich selbst so positioniert haben, dass der Aufprall für seinen Gast Christopher Rantall erheblich gedämpft wurde. Rantall wurde mit Knochenbrüchen, einer ausgerenkten Hüfte und Blutungen an der Milz und an einer Niere im Krankenhaus behandelt, sein Zustand ist stabil.

„Arron war sehr auf Sicherheit bedacht“
„Alle Eltern denken, dass ihre Kinder gut sind“, gibt Arrons Vater Adrian Toepfer der „ABC“ zu Protokoll. „Doch die vielen Rückmeldungen, die wir bekommen, sind überwältigend. Er war sehr beliebt und wurde respektiert. Das wird uns jetzt erst recht klar, mit all den Beileidsbekundungen und den Geschichten, die wir von den Menschen hören.“ Risikofreudig sei Arron aber nicht gewesen, leichtsinnig schon gar nicht. „Er war sehr auf Sicherheit bedacht und ging sehr professionell an seine Arbeit heran“, so Adrian über seinen Sohn.

Arron habe mit 18 Jahren mit dem Fallschirmspringen begonnen und habe „nie mehr damit aufgehört“. Später habe er „seine Leidenschaft zum Beruf gemacht“ und sich schließlich zum lizenzierten Fallschirmspringer ausbilden lassen. Arron habe die „Freiheit während des Springens“ geliebt und dadurch Tausende Freunde gefunden: „Hunderte und Aberhunderte von engen Freunden, von denen wir jetzt mit Nachrichten überschwemmt werden.“

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Ich weiß, dass Arron es nicht verkraftet hätte, wenn er überlebt hätte, sein Passagier aber nicht.

Adrian Toepfer

Eltern wünschen Passagier nur das Beste
Arrons überlebendem Passagier wünschen die Eltern nur das Beste: „Wir sind sehr dankbar, dass sein Tandempassagier eine gute Zukunft vor sich zu haben scheint“, so Toepfer ohne Verbitterung. „Ich weiß, dass Arron es nicht verkraftet hätte, wenn er überlebt hätte, sein Passagier aber nicht.“

Das dramatische Unglück ereignete sich in Torquay im Bundesstaat Victoria. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Ersten Erkenntnissen zufolge sollen sich nach dem Sprung aus dem Flugzeug weder der Hauptschirm noch der Ersatzschirm richtig geöffnet haben. Die Hintergründe werden untersucht.

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