Seit Wochen dominiert die Wehrpflicht-Debatte die heimische Innenpolitik, Gegner wie Befürworter fahren mit schwerem Geschütz auf. Während SPÖ-Granden für ein Ende der Zwangsbeglückung junger Menschen plädieren, verschanzen sich die Schwarzen hinter Generälen und Offizieren, die keinen Millimeter vom Bundesheer-Muss abrücken wollen.
Wie auch immer, die "Krone" hat interessiert, wie es denn die steirischen Landespolitiker mit dem Militärdienst gehalten haben - und jeweils einem (männlichen) Repräsentanten unserer Parteien die Gretchenfrage gestellt: "Tauglich oder nicht?"
Beginnen wir beim Landesersten, Franz Voves (SPÖ). Dass der passionierte "Eishackler" tauglich war, verwundert an sich nicht. Abgeleistet hat er seinen Wehrdienst in Graz-Thalerhof, wie es aus seinem Büro heißt.
Sein "Reformpartner" und Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hat den Grundwehrdienst 1972 beim Panzerbataillon 4 in der Grazer Belgierkaserne begonnen und ist dann als Schreiber in die Hauptkanzlei des Korpskommandos gewechselt.
Der freiheitliche Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann war 1973 in der Micklkaserne in Bad Radkersburg (2. Kompanie des Jägerbataillons 17) stationiert und absolvierte dort die Ausbildung zum Maschinengewehrschützen.
Einer, der den Griff zur Waffe verweigerte, ist der obersteirische Grün-Abgeordnete Lambert Schönleitner. Er stellte sich die Gewissensfrage und entschied sich für den Zivildienst beim Roten Kreuz in Schladming: "Eine Zeit, die ich bis heute nicht missen möchte!"
Erfrischend offen Werner Murgg, kommunistischer Abgeordneter im Landtag: "Ich war untauglich!"
KPÖ-Landesgeschäftsführer Andreas Fuchs war erst Milizsoldat und ist danach aus "Protest gegen eine geplante Neutralitäts-Abschaffung" aus dem Heer ausgeschieden. Ersatz: vier Monate Zivildienst!
Der Letzte im Bund(e) ist Gerald Grosz, BZÖ-Chef: "Meinen Präsenzdienst habe ich 1999 beim Aufklärungsbataillon 1 in der Gratkorner Hackherkaserne geleistet."
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"









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