Der Rotkreuz-Wagen war gegen 19 Uhr von Passanten in die Wiener Straße gerufen worden, wo der junge Mann aus Unterpremstätten (Bezirk Graz-Umgebung) regungslos auf einer Bank lag und offenbar Hilfe benötigte. Die Rettungssanitäter weckten den 18-Jährigen auf, woraufhin dieser zunächst völlig ruhig blieb und weggehen wollte. Da er jedoch mehrmals gegen einen Zaun torkelte, entschieden sich die Rettungsleute, den Mann in ein Krankenhaus zu bringen.
"Sani" verschanzte sich im Auto
Anstatt in den Transportraum setzte sich der Lehrling dann jedoch auf den Fahrersitz. Als ein Sanitäter versuchte, ihn aus dem Wagen zu ziehen, verpasste der 18-Jährige dem Mann einen Faustschlag und einen Fußtritt. Der 32-jährige Sanitäter, der leicht verletzt wurde, drückte daraufhin die Autotür zu und flüchtete. Der Lehrling sprang aus dem Wagen, verfolgte seinen "Feind" und drohte, ihn zu töten. Der junge Randalierer musste die Verfolgung aufgrund seiner Alkoholisierung allerdings rasch aufgeben, was der Rotkreuz-Mitarbeiter wiederum nutzte, um sich im Fahrzeug in Sicherheit zu bringen.
Auf Rettungswagen eingedroschen
Der Lehrling nahm daraufhin Anlauf und sprang in Kung-Fu-Manier mit gestrecktem Fuß gegen die Windschutzscheibe des Wagens. Dann schlug er mit der Faust auf das Glas ein, bis es splitterte. Die schockierten Sanitäter riefen per Mobiltelefon die Polizei (der Notruf ging um 19.12 Uhr bei Exekutive ein). Der Betrunkene ließ daraufhin vom Fahrzeug ab, schnappte sich eine abgestellte Rotkreuz-Tasche (warum, weiß wohl nur er), wankte damit zur Haltestelle "Am Damm" und wollte in einen Linienbus einsteigen.
Festgenommen und angezeigt
Noch bevor er einsteigen konnte, sprach einer der gerade eintreffenden Polizisten den Lehrling an, worauf der Bursche aber neuerlich zu toben anfing und auch den Beamten Tritte und Schläge versetzte. Dann war allerdings Schluss mit lustig - der 18-Jährige wurde überwältigt und festgenommen. Laut Alkotest hatte er noch knapp 0,8 Promille intus. Der laut Polizei reuige Bursche wurde ins Anhaltezentrum gebracht und wegen Verdachts auf gefährliche Drohung, schwere Sachbeschädigung, Körperverletzung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und versuchten Diebstahl angezeigt.









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