Nach Aus für Kette

Großteil der CCC-Beschäftigten wird übernommen

Österreich
23.06.2021 17:42

Nach dem angekündigten Aus der polnischen Schuhhandelskette CCC in Österreich sieht Österreich-Chef Gerald Zimmermann bei den 430 Beschäftigten „kein Thema“. Die ebenfalls polnische Pepco, die 29 der 46 CCC-Filialen übernehmen will, werde auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen. Es gebe zwar keine entsprechende Vereinbarung, aber es sei „gelebte Realität“, sagte Zimmermann. Auch Mitbewerber würden anklopfen und Beschäftigte übernehmen wollen.

Zudem würde auch die neue Billigkette HalfPrice aus dem Hause CCC Mitarbeiterinnen benötigen, räumte Zimmermann am Mittwoch gegenüber der APA ein. Vorerst plant der Konzern in Österreich drei Standorte der neuen Marke. Vom Umsatz her soll HalfPrice stärker werden als CCC, nicht aber von der Anzahl der Filialen, so Zimmermann. 2019 setzte CCC Austria laut „Wirtschaftscompass“ rund 32 Mio. Euro um und verfügte über fast 50 Standorte. Unter dem Strich stand ein schwacher Gewinn von rund 400.000 Euro, der Bilanzverlust lag bei fast 1,5 Mio. Euro.

Corona-Krise und zu wenig Profit
Mangelnde Profitabilität und die Corona-Krise seien für den börsennotierten Konzern ausschlaggebend gewesen, CCC in Österreich vom Markt zu nehmen und stattdessen auf die stark nachgefragte Schiene der Off-Price-Stores zu setzen, sagte Zimmermann. Bei dieser Geschäftsart werden Markenartikel deutlich günstiger als üblich verkauft. Auch Pepco und Tk Maxx fallen in dieses Segment.

14 Filialen fallen definitiv weg
Da Pepco in Österreich nicht alle CCC-Standorte übernimmt, versucht das Unternehmen, bei 14 Filialen aus den Mietverträgen auszusteigen. Dazu würden aktuell „intensive Verhandlungen“ stattfinden, sagte Zimmermann. Bis Anfang 2022 will er diesen Prozess aber abgeschlossen haben, sodass der Konzern dann nur noch mit HalfPrice am Markt vertreten ist. Eine Verbindung zwischen Pepco und CCC stellte Zimmermann in Abrede. Die polnische Herkunft der beiden Firmen sei Zufall, Polen habe eine lange Einzelhandelstradition.

Österreich ist das zweite Land, in dem HalfPrice an den Start geht, derzeit ist die Kette in Polen präsent, bald soll sie auch in Tschechien und Ungarn vertreten sein. Bis Ende Dezember sind in Europa 65 Geschäfte unter der Marke geplant.

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