Viele Probleme:

Volle Autobahnen: Rettungsgasse bleibt Streitfall

Niederösterreich
19.06.2021 08:30

Im Ernstfall zählen für Unfallopfer - nicht nur auf heimischen Straßen - jede Sekunde, doch mit der Rettungsgasse gibt es noch immer Probleme. Erst vergangenen Mittwoch wurden die Einsatzkräfte an der Westautobahn aufgehalten. 

Mittwochfrüh krachten auf der Westautobahn bei St. Pölten, wie berichtet, zwei Klein-Lkw und zwei Pkw ineinander. Die Feuerwehr musste dabei einen eingeklemmten Lenker aus dem Fahrzeug befreien, doch die Rettungsgasse funktionierte nur teilweise.

Verkehrssündern droht bei Befahren der Rettungsgasse nach der Gesetzesnovelle eine hohe Geldstrafe. (Bild: dpa/Matthias Schrader)
Verkehrssündern droht bei Befahren der Rettungsgasse nach der Gesetzesnovelle eine hohe Geldstrafe.

Nachkommende Polizeifahrzeuge mussten sich sogar mit Blaulicht den Weg durch das Stauchaos bahnen. Linke Spur nach links und der Rest nach rechts – noch immer stellt sich das Rettungsgassen-Problem für zahlreiche Lenker als unüberwindbare Hürde dar: „Man merkt die Unsicherheit mancher Verkehrsteilnehmer. Manche unbelehrbaren Lenker wollen aber auch den Einsatzkräften nachfahren“, so ein Floriani.

Nachbar als Vorbild 
In Deutschland geht man diesbezüglich schon ganz andere Wege: Um blockierenden Autofahrer möglichst schnell der Polizei zu melden, hat ein 17-jähriger Schüler im Rahmen einer Forschungsaktion jetzt ein System entwickelt, dass sich einfach in allen Rettungsfahrzeugen installieren lässt und uneinsichtige Teilnehmer gnadenlos abmahnt. Die Erfindung des Jungflorianis ist recht einfach zu installieren und an Martinshorn und Blaulicht gekoppelt. Datum, Uhrzeit und Kennzeichen werden aufgenommen und weitergeleitet. Diverse Projekte sind nun auch hierzulande in Planung.

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