08.04.2021 08:00 |

330 neue Betten

Hotel-Projekt in Werfenweng erhitzt die Gemüter

Im Pongauer Ort Werfenweng gehen derzeit die Wogen hoch. Die Gemeinde plant zwei Hotels, zehn Chalets, eine große Tiefgarage, Geschäfte und Gastronomie. Innerhalb der Bevölkerung sorgt das Projekt in Millionenhöhe für Kritik. Es sei gerade in Coronazeiten die falsche Investition, so der Tenor.

Schneebedeckt zeigt sich die große Wiese in der Nähe der Talstation der Rosnerköpfelbahn am Mittwoch. Hier sollen - geht es nach Bürgermeister Peter Brandauer (ÖVP) - bereits im heurigen Herbst die Bagger anrollen. Die Gemeinde plant ein Projekt in Millionenhöhe: „Insgesamt sollen 330 neue Betten entstehen. Damit wollen wir das Ortszentrum attraktiver gestalten“, betont Brandauer.

Konkret geht es um ein Drei-Stern-Hotel mit 198 Betten, ein Aparthotel mit 22 Appartements und zehn Chalets. Die zweigeschossige Tiefgarage soll 300 neue Stellplätze schaffen, ein Drittel davon öffentlich. Durch ein Cafe, einen Indoor-Spielbereich, eine Kegelbahn sowie mehrere ausgebaute Gehwege erhofft man sich auch mehr Umsatz in der Gemeinde. „Wir gehen von einem Umsatzplus von rund elf Millionen Euro aus“, so der Ortschef. Dass das Projekt aber nicht bei allen gut ankomme, sei ihm bekannt.

Bewohner beklagen fehlende Einbindung
„Einerseits ist Werfenweng eine kleine Gemeinde, deren Ortsbild durch mehrstöckige Hotels komplett zerstört werden würde. Andererseits machen sich viele natürlich Sorgen wegen illegaler Zweitwohnsitze“, berichtet ein Bewohner einer umliegenden Gemeinde, der anonym bleiben möchte. Heute stimmt die Werfenwenger Gemeindevertretung über die Änderung des Widmungsplanes für Beherbergung sowie den Bebauungsplan ab. „Ich glaube, dass das Projekt möglich wird, aber die Abstimmung nicht einstimmig ausfällt“, meint der Ortschef.

S. Angerer

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