Nimmt Foda in Pflicht

Windtner: „Der Teamchef ist jetzt voll gefordert!“

Wir haben in allen drei Spielen nicht unsere beste Leistung gezeigt“ Fußball-Präsident Leo Windtner nimmt nach dem 0:4-Debakel Franco Foda in die Pflicht. Und gibt die Devise für ihn aus: „Auch mental voll auf EURO einstellen!“

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Krone: Herr Präsident, mit etwas Abstand: Haben Sie den Schock des 0:4-Debakels gegen Dänemark schon verdaut?
Windtner: Na ja. Die Nacht nach dem Spiel war eine schlaflose, der Tag danach auch nicht lustig. Es war eine sehr, sehr bittere Niederlage.

Was hat Sie eigentlich am meistens gestört, geärgert?
Wir sind mit dem Anspruch auf Gruppenplatz eins in diese Quali gegangen, die Realität sah dann aber ganz anders aus, das war ein echter, ein herber Rückschlag. Denn wir haben ja in Wahrheit in allen drei Spielen nicht unsere beste Leistung gezeigt.

Womit auch der Teamchef in die Kritik geriet, es Diskussionen gibt: Ihre Meinung dazu und zu Franco Foda?
Eine Teamchef-Diskussion halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für unangebracht, die wird es von meiner Warte aus auch nicht geben. Wir brauchen jetzt eine Verdauungsperiode, die aber nur kurz sein darf, und müssen dann sofort beginnen, die Lehren aus diesem Lehrgang zu ziehen, Das gilt auch für den Teamchef, beim Set-up des Teams gehört einiges verändert.

Fürchten Sie sich jetzt eigentlich vor der EURO?
Ich fürchte mich nicht, aber eines ist klar: Die volle Konzentration und der volle Fokus müssen ab sofort der EURO gelten, wir müssen die noch verbleibende Zeit nutzen, um uns auch mental voll auf dieses Turnier einzustellen. Und es ist nicht mehr viel Zeit, in zwei Monaten stehen schon die letzten Testspiele auf dem Programm.

Verstehen Sie eigentlich, dass die Volksseele kocht, die Fans sauer sind, Trainer und Mannschaft derzeit „unten durch“ sind?
Die Fans haben das Recht, Kritik zu üben, das muss man ihnen immer zugestehen. Aber ich vergesse auch nicht, dass wir unter Foda schon sehr, sehr gute Spiele gesehen haben, ich denke da zum Beispiel an unseren Sieg in Norwegen.

Von der Vergangenheit kann man aber nicht leben.
Und genau darum müssen wir jetzt diese Wochen bis zur EURO nutzen, um den Reset-Knopf zu drücken, wir sehen ja wöchentlich, welch gute Leistungen die Spieler bei ihren Klubs bringen.

Leistungen, die man bei der Nationalmannschaft von den meisten aber nicht sieht.
Genau darum geht es. Das Potenzial ist da, die Spieler müssen es beim Team aber wesentlich mehr ausschöpfen. Da ist auch der Teamchef voll gefordert, damit dies auch gelingt.

Schafft er das, könnte es ja doch noch mit einem „Sommermärchen“ klappen?
Wir wünschen uns das natürlich alle. Klar ist, dass wir nicht jene große Euphorie haben, die es vor fünf Jahren vor der EURO 2016 gegeben hatte. Jetzt ist es leider umgekehrt, so ehrlich muss man sein. Wir müssen damit so umgehen, dass wir im Sommer beim Turnier reüssieren. Denn ich bleibe dabei: Die Klasse dazu hat diese Mannschaft!

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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