01.01.2021 14:00 |

„Krone“-Gemeindeserie

Globasnitz: Ein historischer Boden

Das Dorf Globasnitz nahe der Grenze zu Slowenien schreibt Geschichte. In der Gemeinde mit dem Hemmaberg gibt es einiges zu entdecken.

Im kleinen Ort an der Grenze wurde seit jeher Geschichte geschrieben. Das bezeugen Funde, die bis ins zweite Jahrtausend vor Christus zurückblicken lassen. Professor Franz Glaser, der mit der Gemeinde seit Jahrzehnten verwachsen ist, erklärt: „Der Name des Ortes leitet sich von der Bezeichnung Globasinvilla ab. Das beweist eine Urkunde um 1150.“

Vieles weist auf eine einstige Römermetropole hin: Das bezeugen Funde wie Mosaike und Säulen eines römischen Tempels, die vor über 50 Jahren beim Bau des ehemaligen Postamtes auftauchten. Sie weisen den Weg zum Pilgermuseum, wo europäisch Bedeutsames zu sehen ist. Glaser: „Ganz in der Nähe wurden 322 römische Münzen entdeckt.“ An der Seite des Museums, beim Eingang zur Musikschule, wurde dem Volksdichter Franc Leder ein Denkmal gesetzt. Gegenüber besticht die Schönheit des Schlosses Elberstein, das der Eigentümer seit Jahren mit eigenen Händen erbaut.

Die Kirche Mariä Himmelfahrt besticht mit Wandmalereien und römischen Reliefs. Über die Kellergasse gelangt man zum Schloss Feuersberg. Glaser: „Einen Kupferstich mit der einstigen Burg finden wir in Valvasors Buch.“ Der Hang darüber war bis Endes des 19. Jahrhunderts ein Weinbaugebiet.

Gerlinde Schager
Gerlinde Schager
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