Wahnsinn in Chile

Der Elfmeter, der nach einem Monat verwertet wurde

Das Elfmeter-Tor, für das eine Mannschaft (ein Land) einen Monat gebraucht hatte, fiel in Chile. Unter ziemlich ungewöhnlichen Umständen.

Wahrscheinlich verging noch nie so viel Zeit zwischen einem Elfmeterpfiff und der Verwertung des Strafstoßes. Es geschah in der chilenischen Meisterschaft: Die Mannschaft von Universidad Catolica war am 15. Oktober bei Curico Unido in der Stadt Curico zu Gast. Beim Stande von 2:0 für die Heimmannschaft bekam Titelverteidiger Universidad Catolica einen Elfmeter zugesprochen.

Stromausfall
Der äußerst fragwürdige Strafstoß konnte jedoch nicht geschossen werden. Die Szene wurde gerade vom Videoschiedsrichter analysiert, als die Stadionanzeige in Flammen aufging und der Strom im ganzen Stadion ausfiel. Das Match wurde abgebrochen.

Elferentscheidung richtig
Vier Tage später wurde der Fall vom chilenischen Verband behandelt. Das Ergebnis: Die Elfmeterentscheidung ist richtig, das Match muss ab dem Moment fortgesetzt werden, in dem die beiden Mannschaften aufgehört hatten. Am Mittwoch war es dann so weit.

Wollte Ball ins Tor?
Anscheinend wollte der Ball unbedingt ins Tor. Den Strafstoß ließ der Schiedsrichter der Partie zweimal wiederholen, bis Fernando Zampedri endlich beim dritten Mal traf. Dem Unparteiischen fiel zweimal auf, dass sich Torhüter Fabian Cerda vor dem Schuss von der Linie bewegt hatte.

Der Spieler, Cesar Pinares, der den Elfmeter rausgeholt hatte, ist schon bei seinem neuen Verein Gremio in Brasilien. So dauerte es schließlich exakt 27 Tage, 5 Stunden und 56 Minuten, bis nach dem Elferpfiff ein Tor fiel und die Aktion abgeschlossen war. Sicher ein neuer Rekord.

UC bleibt Leader
Curico Unido gewann die Partie 3:2, die Hauptstädter führen aber weiterhin die Meisterschaft in Chile an, Curico belegt den fünften Platz, Rekordmeister Colo Colo ist Drittletzter.

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