SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves (Bildmitte) zeigte sich enttäuscht: "Leider hat die SPÖ in Wien, so wie es derzeit aussieht, ihre absolute Mehrheit verloren." Zu lange habe seine Partei österreichweit mit ideologischen Argumenten statt mit aktiver Integrationspolitik die Ausländer-Thematik behandelt. "Das kann man am Zugewinn der FPÖ ablesen", analysierte der Landeschef, der keine Auswirkungen auf die Bundespolitik erwartet.
ÖVP-Landesvize Hermann Schützenhöfer (links im Bild) sah als "Hauptereignis den Verlust der absoluten Mehrheit der SPÖ", schmerzhaft sei aber auch das große Minus für die Volkspartei gewesen. "Allerdings ergibt sich daraus die Chance auf eine Regierungsbeteiligung und das wäre die Grundlage für künftige Erfolge in der Bundeshauptstadt."
FPÖ-Chef Gerhard Kurzmann (rechts im Bild) jubelte im "Krone"-Gespräch über den "sensationellen Höhenflug für die freiheitliche Partei", der sich schon bei den steirischen Wahlen abgezeichnet habe. "Ein Grund zu feiern, immerhin ist das rote Wien gefallen. Heinz-Christian Strache und seinem Team ist da ein großer Erfolg gelungen" Man habe eben auf die richtigen Themen gesetzt.
Grünen-Nationalratsabgeordneter Werner Kogler, der als Spitzenkandidat bei der steirischen Landtagswahl leichte Gewinne einfuhr, sprach in Anspielung auf die Ergebnisse in der Steiermark und in Wien von einem lachenden und einem leicht weinenden Auge. Die Wiener Grünen hätten leichte Startschwierigkeiten gehabt, dann aber einen guten Wahlkampf geführt. Jetzt stelle sich die Frage, ob es in Zukunft eher ein rot-schwarzes oder ein rot-grünes Wien geben werde, wobei letzteres für Dynamik und Weltoffenheit stehen würde.
KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler meinte, der "tragische Aspekt" dieser Wahl sei "neben den großen Zuwächsen für eine FPÖ, die statt Problemlösungen nur Hetze und Pauschalverurteilungen ganzer Bevölkerungsgruppen zu bieten habe, dass nun zwei massive Sparpakete auf die Bevölkerung zukommen werden".








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