2 Profis vor Absprung?

Kühbauer: „Wir sind nur an uns selbst gescheitert“

Wenn die Tor-Hymne der Austria erklingt, gefriert vielen Rapidlern das Blut in den Adern. Als gestern aber zweimal in Gent „Zombie Nation - Kernkraft 400“ aus den Stadionboxen dröhnte, war es besonders schmerzhaft. Es war nämlich auch Gents Jubel-Ritual, damit platzte mit dem 1:2 der Traum von der dritten Champions-League-Teilnahme nach 1996 und 2005. „Das tut schon sehr weh, weil viel mehr drinnen gewesen wäre“, ärgerte sich Trainer Didi Kühbauer. „Wir sind nur an uns selbst gescheitert. Die Leistung war gut, aber dafür können wir uns nichts kaufen.“

Im Gegenteil. Seine junge Truppe zahlte gestern Lehrgeld. Was Rapid teuer kommt. Weil Grün-Weiß damit die 5-Millionen-Euro-Prämie für den Einzug ins Play-off verpasste.

Da fordert nun Gent Dynamo Kiew, geht es um 15 Millionen Euro Antrittsgeld in der Königsklasse. Das wäre für die Hütteldorfer der Jackpot gewesen. So wie viele Vereine kämpft ja auch Rapid jetzt in der Corona-Krise ums Überleben. Jetzt muss man sich mit „nur“ drei Millionen Euro Startgeld in der Europa League (am 22. Oktober beginnt die Gruppenphase) begnügen. Gefühlt kein Trostpreis mehr.

Schwab im Play-off
Zumal jetzt auch wieder die Gefahr steigt, dass Taxi Fountas und Dejan Ljubicic („Wir sind extrem enttäuscht, aber wir können uns nichts vorwerfen. Wir waren die bessere Mannschaft“) noch in dieser Transferperiode Rapid verlassen könnten. Das „Fenster“ schließt am 5. Oktober. Die Champions League wäre wohl ein unwiderstehliches „Argument“ gewesen. Abgesehen von den finanziellen Möglichkeiten. Jetzt bleiben Sportchef Barisic weiter die Hände gebunden.

Rapids Ex-Kapitän Stefan Schwab lebt seinen Traum von der Champions League weiter. Er eliminierte (2:1) mit PAOK Saloniki Benfica, im Play-off wartet Krasnodar.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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