05.09.2020 11:51 |

Treffen nach Schaltung

Anschober sagt Platter Ampel-Differenzierung zu

Nach der ersten Schaltung der Corona-Ampel sind die Wogen vor allem im gelb eingestuften Linz hochgegangen - in Tirol, wo dem Bezirk Kufstein ebenfalls ein „mittleres Risiko“ attestiert wird, bittet man aufgrund topografischer Besonderheiten darum, auch innerhalb eines Bezirks Unterscheidungen zu treffen. Dem will Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) nachkommen. Nach einem Arbeitsgespräch mit Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Freitagabend in Innsbruck stellte er eine „weitere regionale Differenzierung auch innerhalb von Bezirksgrenzen“ als „fixen Plan“ in Aussicht.

Platter hatte am Freitag nach der Präsentation der erstmalig geschalteten Corona-Ampel gemeint, er wolle nicht schon zu Beginn mit Kritik reagieren, aber eine solche Differenzierung urgiere. Als Beispiel nannte der Landeshauptmann das derzeit infektionsfreie Alpbachtal im auf gelb geschalteten Bezirk Kufstein. Im ganzen Bezirk gab es bisher knapp 700 positiv getestete Personen, 35 starben. Aktuell beläuft sich die Zahl (Stand Freitag 21 Uhr) auf 131. Zuletzt gab es dort zwei Cluster - in einem großen Lager einer Supermarktkette und bei einem Fußballclub.

„Die ersten Erfahrungen haben gezeigt, dass einzelne Talschaften oder Regionen bei der Bewertung der epidemiologischen Situationen nicht treffsicher genug abgebildet sind“, unterstrich Landeschef Platter am Samstag in einer Aussendung des Landes Tirol. Die Ampel selbst sei „zu begrüßen“, durch eine stärkere Differenzierung könnten solche „Unschärfen“ künftig vermieden werden.

Einheitliche Regelung beim Après-Ski
Die neue Ampel war aber nur ein Thema des Arbeitstreffens, das das Land Tirol als „sehr konstruktiv“ bezeichnete. Anschober sicherte Platter auch die gewünschte bundesweit einheitliche Regelung für den Wintertourismus - Stichwort Après-Ski - zu. Diese soll bereits in den kommenden zwei Wochen vom Ministerium vorgelegt und präsentiert werden, hieß es.

Auch bei einem dritten Corona-Thema waren sich die Politiker offenbar einig. Niedergelassene Ärzte sollen künftig eine PCR-Abstrichnahme durchführen können, um die Testkapazitäten zu erhöhen. Der Gesundheitsminister habe diesem Verlangen zugestimmt, zeigte sich Platter erfreut.

 Tiroler Krone
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