Beton statt Grün:

Wiese in städtischem Kindergarten ist „sinnlos“

Kinder sind unser wichtigstes Gut! Und nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie sollte man ihre Entwicklung fördern. Dazu zählt es auch, vernünftige Bedingungen in Kindergärten zu schaffen. In der Grünen Mitte etwa gleicht die Außenfläche des dortigen Kindergartens einer Sand- und Betonwüste. Bewusst!

Eigentlich kann man nur den Kopf schütteln. Der Außenbereich des Kindergartens in der Grünen Mitte in der Edeltraud-Hofer-Straße macht auf den ersten Blick einen ganz netten Eindruck. Nur was sofort auffällt: Es gibt weder schattenspendende Bäume noch größere Rasenflächen, einzig die Krabbelstuben-Kinder dürfen ein Stück Grün für sich beanspruchen, für die Kleinen im Kindergarten dominieren Sand und Beton. Dies hinterfragte auch ein „Krone“-Leser und fragte bei den zuständigen Kinder- und Jugendservices der Stadt Linz nach, warum dem so sei. Und was er da zu hören bekam, schlägt dem Fass den Boden aus.

Rasen würde sich nicht „rentieren“
Ließ man ihn dort wissen: Ein Rasen wird nicht angelegt. Das würde sich nicht auszahlen, weil der ohnehin nach einem Jahr wieder ruiniert wäre. Und schattenspendende Bäume könnte man nicht pflanzen, weil sich unter dem Garten eine Tiefgarage befindet.

Unglaubliche Aussage
Eine unglaubliche Aussage, die sich auch nicht mit der Rechtsvorschrift für den Kindergartenbau deckt. In der seit 2016 geltenden Version heißt es klar: Es ist für zweckmäßige Bepflanzung zu sorgen, davor sogar: Der Spielplatz ist mit einem Rasen – nach Möglichkeit einem Sportrasen – zu versehen. Und wenn die Stadt sich im Bezug auf Bäume am Linzer Hauptplatz dasselbe gedacht hätte, würden jetzt keine 30 Winterlinden in passenden Trögen das Areal dort säumen.

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Samstag, 19. September 2020
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