„Kein Spielzeug“

Kühe erschreckt: Polizei intensiviert Fahndung

„Kühe sind kein Spielzeug, und Almen kein Spielplatz!“, mit drastischen Worten reagiert Lilienfelds Bezirkspolizeichef auf den empörenden Vorfall am Eibl in Türnitz, Bezirk Lilienfeld (Niederösterreich). Wie berichtet, hatten bisher unbekannte Täter die Herde von Bauer Stefan Tröstl bewusst so erschreckt, dass sie in Panik davonstürmte.

„Wir nehmen diese Schreckattacke auf die Kühe des betroffenen Bauern sehr ernst und werden alle polizeilichen Mittel zur Ausforschung der Verdächtigen ausschöpfen“, versichert Bezirkskommandant Major Michael Hochgerner gegenüber der „Krone“. Im Raum stehen der Verdacht der Tierquälerei und eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft in St. Pölten.

Denn die hirnlosen „Spaßvögel“ hatten die Charolais-Herde – Mutterkühe, Kälber und einen Zuchtstier – mit ihrem sogenannten Kulikitaka-Tanz derart erschreckt, dass sie auf ihrer wilden Flucht sogar zwei Elektrozäune niedertrampelten und sich tagelang voller Angst aneinanderdrängten. Major Hochgerner appelliert nun an die Vernunft: „Die Akteure bringen sich auch selbst in Gefahr. Denn die Herde kann bei einem Angriff auf die Kälbchen durchaus selbst zur Attacke übergehen.“

„Almbauern dürfen kein Freiwild sein"
Währenddessen zeigt sich Landwirt Tröstl aber auch dankbar für den großen Zuspruch aus der Umgebung. „95 Prozent der Wanderer verhalten sich eigentlich großartig, es gibt aber auch einfach immer ein paar Ausnahmen“, so Tröstl. Hinsichtlich der gesetzlichen Regelungen wird mittlerweile der Ruf nach entsprechenden Haftungsübernahmen bei Kuhattacken immer lauter. „Die Almbauern dürfen kein Freiwild sein“, heißt es auch aus Niederösterreich.

Josef Poyer und Mark Perry, Kronen Zeitung

 Niederösterreich-Krone
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