15.05.2020 18:00 |

Neustart nach Corona

Die steirische Kulturszene hebt langsam wieder ab

Ab 29. Mai sind Kulturveranstaltungen wieder möglich - anfangs mit maximal 100 Personen und einem Meter Abstand. Im Laufe des Sommers soll sich die Besucherzahl langsam erhöhen dürfen. In der steirischen Kulturszene freut man sich, dass man nun wieder eine Perspektive für die Zukunft hat.

Endlich wieder eine Perspektive! So lautet der Tenor der Vertreter der steirischen Kulturszene auf die Lockerungen, die die Bundesregierung am heutigen Freitag verkündet hat.

Oper und Schauspielhaus: Start mit kleineren Veranstaltungen
Bernhard Rinner von den Bühnen Graz etwa kann sich vorstellen, dass noch im Juni kleinere Veranstaltungen in Schauspielhaus, Oper und Orpheum stattfinden. „Eine große Bühnenproduktion ist aber noch nicht möglich“, sagt er.

Und auch für den Herbst habe man nun endlich eine Perspektive: „Ende Juni werden die beiden Intendantinnen von Oper und Schauspielhaus ihre adaptierten Spielpläne präsentieren“, kündigt er an. Wie genau der Start im Herbst aussehen wird, steht freilich noch nicht fest. Und auch ob es im Sommer Konzerte auf der Kasemattenbühne geben werde, ist noch offen: „Da ist die Frage, ob es bei maximal 350 Besuchern rentabel ist.“

La Strada in mehrere Etappen
Auch Werner Schrempf von La Strada freut sich über die geplanten Lockerungen: „Wir haben in den vergangenen Wochen bereits ein neues Konzept erarbeitet“, erzählt er. Bereits Ende Juni/Anfang Juli, wenn das Festival eigentlich stattfinden hätte sollen, will man erste Performances, Installationen und interaktive Arbeiten im öffentlichen Raum zeigen. Ende August soll dann ein weiterer Teil des Festivals stattfinden - zu sehen sollen dann vor allem Theaterproduktionen sein.

„Nur die ganz großen Projekte werden heuer nicht zu sehen sein“, erklärt Schrempf. Die große internationale Koproduktion „Leviathan“ etwa, die im August in Graz seine Welturaufführung hätte feiern sollen, wurde auf 2021 verschoben: „Aber erste Einblicke in die Arbeit soll es heuer schon geben“, erklärt Schrempf.

Freude über eine Perspektive
Mathis Huber, Chef der styriarte, wollte zwar nicht „in den Chor einstimmen, der Druck macht“, freut sich aber auch, dass ein für Juni geplantes Konzert leicht abgewandelt nun doch stattfinden kann.

Auch Peter Faßhuber ist „happy über den klaren Zeitrahmen“. In seinem Theater in Oberzeiring soll sich der Vorhang Mitte Juni wieder öffnen. Und die Theaterfeste der Regionen, die er organisiert, werden Mitte Juli in Weißenbach wieder durchstarten.

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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