07.05.2020 09:38 |

Anti-Corona-Maßnahme

Öffis werden in El Salvador für 15 Tage lahmgelegt

In El Salvador wird der öffentliche Personenverkehr wegen der Corona-Krise für 15 Tage eingestellt. Dies gelte ab Donnerstag, erklärte Staatspräsident Nayib Bukele am Mittwoch. In Unternehmen, die als unerlässlich eingestuft werden und daher in Betrieb bleiben, müsse der Arbeitgeber für den Transport seiner Angestellten sorgen. Für Arbeiter im Gesundheitssektor übernehme dies die Regierung.

Ebenfalls am Donnerstag tritt in El Salvador eine Regelung in Kraft, wonach die Menschen nur an bestimmten Tagen einkaufen gehen dürfen - je nach der letzten Ziffer ihrer Ausweisnummer. Die Regierung werde 2,7 Millionen Pakete mit Produkten des Grundbedarfs verteilen, um die Notwendigkeit eines Einkaufs - und des dafür gebrauchten Geldes - zu reduzieren, verkündete Bukele.

Corona-Maßnahmen noch vor dem ersten Fall gesetzt
Das Land hat eine der strengsten Regelungen Lateinamerikas. Seit dem 22. März gilt dort eine Ausgangssperre. Schon am 11. März - noch vor der ersten bestätigten Infektion im Land - hatte der kleine mittelamerikanische Staat mit seinen rund sechs Millionen Einwohnern seine Grenzen geschlossen. Wer die Quarantäne missachtet, wird festgenommen und für bis zu 30 Tage in ein „Eindämmungszentrum“ gesteckt. Menschenrechtler kritisierten diese Praxis, und El Salvadors oberstes Verfassungsgericht erklärte sie für unzulässig. Bisher gibt es 633 an Covid-19 erkrankte Personen sowie 15 damit verbundene Todesfälle.

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Freitag, 05. Juni 2020
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