13.03.2020 12:55 |

Blockabfertigung

Tausende Steirer stürmen die Supermärkte

Das Corona-Virus und seine Auswirkungen. In der Steiermark werden Supermärkte regelrecht gestürmt, Regale leergekauft. Spar-Boss versucht zu beruhigen: „Die Versorgungslage ist gesichtert“.

Panik macht sich breit. Anders sind die  Szenen, die sich aktuell in fast allen steirischen Supermärkten abspielen, nicht mehr zu beschreiben. Befeuert von der Ankündigung der Bundesregierung, dass es bald weitere Einschnitte in unserem Alltag geben wird und vor allem durch völlig unseriöse Gerüchte, die auf den diversen Sozialen Netzwerken die Runde machen, werden die Lebensmittelmärkte regelrecht gestürmt.

Supermärkte bleiben geöffnet
Wartezeiten von 45 Minuten und mehr sind da keine Seltenheit. Im Grazer Murpark musste beim Interspar sogar eine Blockabfertigung, wie man sie sonst nur vom Straßenverkehr kennt, eingeführt werden. Christoph Holzer, Geschäftsführer von Spar in der Steiermark und im Südburgenland versucht zu beruhigen: „Die Versorgungslage ist gesichert! Die Supermärkte bleiben jedenfalls geöffnet und werden auch Ware haben.“ Spar-Österreich bedankte sich nach turbulenten Stunden via Facebook bei all seinen Mitarbeitern - stellvertretend für alle Angestellte in den Supermärkten, die aktuell wirklich am Limit sind.

Öffis fahren weiter
Immer wieder gab es zuletzt auch Gerüchte, dass die Öffis ihren Dienst einstellen würden. Nun hat der steirische Verkehrsverbund via Aussendung reagiert und klargestellt, „im Fahrplan wird es derzeit keine Änderungen geben - der öffentliche Verkehr steht allen Steirerinnen und Steirern uneingeschränkt zur Verfügung“. Ab Montag wird das Einsteigen an den Vordertüren allerdings nicht mehr möglich sein, diese bleiben an den Haltestellen geschlossen. Außerdem wird es nicht mehr die Möglichkeit geben, beim Fahrer seine Karten zu kaufen - dies muss nun vor Fahrtantritt via App, Automaten oder etwa im ÖBB-Ticketcenter erfolgen.

„Im Sinne des Versorgungsauftrages werden sämtliche Partner der Verbund Linie Steier-mark die Mobilität in unserem Land aufrecht erhalten. Obwohl ab kommender Woche weniger Fahrgäste zu erwarten sind, wird der Fahrplan in vollem Umfang eingehalten. Die oben beschriebenen Maßnahmen dienen sowohl dem Schutz der Fahrgäste als auch dem der MitarbeiterInnen der Verkehrsunternehmen. Ich appelliere an alle Fahrgäste, auf ihre Mitmenschen in Zug, Bus und Bim Rücksicht zu nehmen und unnötige Fahrten so gut es geht zu vermeiden. Gesundheitsschutz hat in diesen außergewöhnlichen Zeiten Vorrang, auch wenn dies auf Kosten von wirtschaftlichen Interessen geht“, sagt der steirische Landesverkehrsreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang (SPÖ).

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