07.02.2020 06:00 |

Erfolgreiche Fahndung

28 Jahre untergetaucht: Steirer in Afrika gefasst

Der lange Arm des Gesetzes reicht auch bis nach Afrika: Über 28 Jahre lang hielt sich ein 1992 geflüchteter Obersteirer in Nigeria versteckt - nun legten heimische Zielfahnder dem Verdächtigen die Handschellen an. Der heute 64-Jährige soll damals regelmäßig seine Stieftochter sexuell missbraucht und alles mitgefilmt haben.

Es war ein Martyrium, das seine einstige Stieftochter 1990 durchleben musste. Über einen „längeren Zeitraum“ wurde die damals Neunjährige vom Lebensgefährten ihrer Mutter sexuell missbraucht. Schockierende Gräueltaten, die der Verdächtige zudem auf Video festgehalten haben soll.

Bis sich das Opfer der Mutter und der Polizei anvertraute. Umgehend wurde die Festnahme des damals 36-Jährigen angeordnet. Doch da war der Verdächtige bereits über alle Berge.

Verdächtiger gründete in Afrika eine neue Familie
28 Jahre später klickten für den Steirer aber doch noch die Handschellen. Zielfahnder des Bundeskriminalamtes hatten 2017 den Fall übernommen und kamen dem Flüchtigen auf die Spur. Und diese führte nach Nigeria, wo sich der Gesuchte in Lagos ein neues Leben samt Lebensgefährtin und Stieftochter aufgebaut hat.

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Dieser Erfolg ist ein weiterer Beweis für die Professionalität unserer Zielfahnder. Kriminelle können sich weder im In- noch im Ausland vor unseren Ermittlern sicher fühlen.

Innenminister Karl Nehammer

Verdächtiger (64) tappte in Hauptstadt in die Falle
Am 17. Jänner war es soweit: Durch umfangreiche Ermittlungen fanden die Zielfahnder heraus, dass der Verdächtige einen Ausflug in Nigerias Hauptstadt Abuja geplant hatte. Und mit Unterstützung der österreichischen Botschaft und Interpol schnappte die Falle zu. Nur acht Tage später saß der Steirer mit zwei heimischen Fahndern im Flugzeug in Richtung Heimat. Mit Zwischenstopp in Frankfurt, wo der 64-Jährige basierend auf einem europäischen Haftbefehl verhaftet wurde und nun auf die für Mitte Februar geplante Auslieferung an Österreichs Justiz wartet.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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