19.12.2019 13:52 |

Millionen-Investition

Grünes Licht für neue Anatomie an der Med Uni Graz

Bereits vor einem Jahr wurden erste Pläne präsentiert, nun ist es fix: Der bisher im Bereich der ehemaligen Grazer Vorklinik untergebrachte Lehrstuhl für Anatomie der Med-Uni Graz wird bis zum Herbst 2022 eine neue Heimat erhalten: Die „alte Pathologie“ im hinteren Teil des LKH-Geländes soll bis dahin um rund 40 Millionen Euro adaptiert werden. Am Donnerstag gab Wissenschaftsministerin Iris Rauskala in Graz grünes Licht für das Projekt. Baustart ist im April 2020.

Das Wiener Architektenbüro Franz & Sue ZT GmbH hat den Architekturwettbewerb gewonnen. Die BIG als Bauherr und Liegenschaftseigentümer wird rund 40 Millionen Euro in die Sanierung des Altbestandes und den benachbarten Neubau investieren, hielt die Wissenschaftsministerin fest. Die freiwerdenden Flächen der Vorklinik werden für das von Uni Graz und TU Graz geplante „Graz Center of Physics“ genutzt werden, so Rauskala.

Umfangreiche Sanierung
Für die bauliche Umgestaltung des aus dem Jahr 1912 stammenden Pathologie-Gebäudes zum neuen Sitz des Lehrstuhls für makroskopische und klinische Anatomie wird das denkmalgeschützte Objekt mit rund 1.700 Quadratmetern Nutzfläche umfangreich saniert und weitestgehend erhalten bleiben, berichtete BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. Neben Büros sollen auch Labors sowie eine Bibliothek darin unterkommen. An seiner Ostseite entsteht ein neues Foyer. Vom Untergeschoß des Bestandsgebäudes wird man direkt in den rund 2.500 Quadratmeter großen Neubau mit einem Hörsaal für rund 480 Personen gelangen.

Med Campus Graz bis 2022 fertig
Mit dem Neubau des „Med Campus Graz“ in zwei Modulen sowie der in Bau befindlichen Verbindungsbrücke zwischen den Baukörpern wird der Med-Campus Graz mit dem neuen Sanierungs- und Bauprojekt komplettiert. „Es ist das letzte Puzzlestück, so dass dann alle klinischen und vorklinischen Bereiche zusammengeführt sind“, hob Rektor Hellmut Samonigg hervor. Die neu einzurichtenden Laborbereiche - zusätzliche 7,7 Millionen Euro sind für die Siedlungs- und Ausstattungskosten eingeplant - sollen für die studentische und postgraduelle Lehre als auch Forschung genutzt werden. Läuft alles nach Plan, soll der Studienbetrieb mit Wintersemester 2022/23 aufgenommen werden können.

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