06.11.2019 16:05 |

Stadt reagiert

Maßnahmen nach Mob-Gewalt am Salzburger Rudolfskai

Die Krawalle vom Wochenende am Salzburger Rudolfskai bleiben nicht folgenlos. Stadt und Polizei haben sich am Mittwoch über Maßnahmen beraten: Im November sollen fünf Kontrollen die Einhaltung des Jugendschutzes, der Sperrstunden und des Alkoholverbotes vor den Lokalen sicherstellen. Die Stadt nimmt auch die Wirte in die Pflicht.

Die Gastronomen am Kai wurden aufgefordert, gewaltbereiten und amtsbekannten Gästen Hausverbote zu erteilen. Die Türsteher der Bars sollen auch darauf achten, dass Gäste keine Getränke in Gläsern und Flaschen mit ins Freie nehmen. Sollte sich herausstellen, dass in Lokalen „sicherheitspolizeilich relevante Vorfälle ihren Ausgang nehmen“, droht den betroffenen Wirten eine Vorverlegung der Sperrstunde.

Polizisten mit Flaschen beworfen
Bei dem Vorfall in der Nacht auf den vergangenen Sonntag waren Nachtschwärmer nach einer Schlägerei den am Kai eintreffenden Polizisten mit hoher Aggression begegnet. Die Beamten zogen sich darauf zurück, um Verstärkung und Schutzausrüstung zu holen. Als sie wieder anrückten, wurden sie mit Gegenständen und Flaschen beworfen. Kritiker am enormen Polizeiaufgebot warfen der Exekutive nach dem Einsatz vor, die Lage falsch eingeschätzt und überreagiert zu haben. Insgesamt waren 50 Beamte im Einsatz.

Video: Schlägerei und schwere Ausschreitungen in Salzburg

Wie die Stadt am Mittwoch nach dem Gespräch mit der Polizei informierte, seien die meisten Täter bekannt und wurden angezeigt. Nun werde ihre Verkehrszuverlässigkeit überprüft. Unter Umständen droht ihnen der Führerscheinentzug. Sollten alle Maßnahmen nicht greifen, kündigte die Polizei erneute Platzverbote an.

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