Schande von Sofia

Nach Hitlergruß: Legende Stoichkov weint im TV

Eine Legende weint! Hristo Stoichkov ist der größte Fußballer, den Bulgarien je hervorgebracht hat. Doch nach dem Rassismus-Skandal in der EM-Qualifikation gegen England (0:6) in Sofia schämt sich der ehemalige Barca-Star für seine Landsleute so sehr, dass er in einer Talk-Runde im amerikanischen TV zu weinen beginnt - sehen und hören Sie selbst oben im Video. 

„Solche Fans dürfen nicht mehr ins Stadion gehen oder müssen noch härter bestraft werden“, forderte Stoichkov in einem spanisch-sprachigen Fußball-Talk, als er zur Schande von Sofia befragt wurde. Die dunkelhäutigen England-Stars Tyrone Mings, Raheem Sterling und Marcus Rashford wurden im Qualispiel von bulgarischen Anhängern immer wieder mit Affenlauten bedacht und es gab sogar Hitlergrüße von den Rängen. Darauf angesprochen brach der Torschützenkönig von der WM 1994 in Tränen aus.

Nationalteam gehört gesperrt
„Die Klubs des Landes und sogar das Nationalteam gehören gesperrt“, so die Bulgarien-Legende, „diese Menschen haben es nicht verdient zu leiden“, sagt Stoichkov und sackt beschämt in sich zusammen. Immerhin: Laut Mitteilung des Innenministeriums vom Mittwochvormittag befinden sich bereits vier bulgarische Anhänger in Haft. Es würden aber noch mehr Festnahmen erwartet, hieß es weiter.

Das Match, in dem die Bulgaren die höchste Heimniederlage ihrer Verbandsgeschichte kassierten, war in der ersten Hälfte zweimal wegen rassistischer Ausfälle unterbrochen worden. Teamchef Krassimir Balakow hat sich für die Vorfälle entschuldigt. „Ich verurteile Rassismus und lehne ihn ausdrücklich als ein Verhalten ab, das dem modernen menschlichen Zusammenleben widerspricht“, schrieb der Coach in einem Mail an Journalisten am späten Dienstagabend.

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Dienstag, 02. März 2021
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